Mittwoch, 9. Oktober 2013

Warum es Schutzengel gibt

Pater Eugenio Ferraroti aus Genua nennt den Schutzengel ein „wunderbares Gottesgeschenk“, denn „unsere Seele ist zu wertvoll und zu zerbrechlich, um in dieser Welt allein zu werden“. Und der Pater weiter: „Unser Leben ist so gefahrvoll, und unsere Mittel sind so unzuverlässig, daß die göttliche Güte dafür gesorgt hat, daß wir von der Geburt bis zum Tod von einen Engel geleitet werden.“
 
Auch wenn der Schutzengel-Glaube in unserer Modernen Welt vielfach lächerlich gemacht wird, seine Bedeutung für unzählige Menschen ist ungebrochen. Zu viele haben Wirklichkeit dieser himmlischen Beschützer so eindrücklich erfahren, daß sie nicht mehr umhin können, an „Schutzengel“ zu glauben. Wahrscheinlich halten heute mehr Menschen die schützende Begleitung eines Engels für möglich, als irgendeine andere Lehre der Kirche. Selbst vielen „aufgeklärten“ Wohlstandsbürgern, auch Muslimen, Theosophen, Esoterikern und Buddhisten, erscheint die Existenz von Engeln unzweifelhaft. Zu oft erfahren Menschen in gefährlichen Situationen Hilfe und Rettung, wo keine andere Erklärung bleibt als zu sagen: „Da hatte ich aber einen guten Schutzengel.“
 
Die Vorstellung, einen persönlichen Schutzengel zu haben, ist gut und beruhigend zugleich. Schön ist es auch zu wissen, daß die Menschen, die man liebt, die einem besonders am Herzen liegen, nicht allein und verloren sind in dieser oft so gefahrvollen Welt, sondern daß sie von Engeln bewahrt und beschützt werden. Wenn wir an einen liebenden Gott glauben, an einen Gott der nur das Beste für uns möchte, dann ist die Existenz der Schutzengel eigentlich nur logisch. Warum es also Schutzengel gibt?: Weil Gott jeden von uns unendlich liebt und vor Schaden bewahren möchte. Deshalb hat er jedem von uns einen Schutzengel „geschenkt“!
Wenn viele trotzdem nicht an Engel glauben können, liegt es vielleicht auch an ihrer Unfähigkeit, stille zu werden und innezuhalten. Der wirklichen Existenz dieser Geistwesen jedenfalls tut es keinen Abbruch, daß man sie in der Regel nicht sehen und fühlen kann. „Aber“, mahnt die als „Vertraute der Engel“ bekannt gewordene Mechthild Thaller-Schönwerth „wir würden unseren Schutzengel, der doch unser treuer Begleiter und Freund durch das ganze Leben hindurch ist, wohl kennen, wenn wir uns wenigstens ein klein wenig darum bemühen würden.“

Quelle: PUR Magazin Spezial – Schutzengel –

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