Montag, 18. November 2013

Christkönig


Kard. Pie, Bischof von Poitiers im XIX. Jdt., machte die Worte von Bossuet zu eigen:

„Schreiben Sie, schreiben Sie, oh Pilatus, die Worte, die Gott Ihnen diktiert und deren Mysterium Sie nicht verstehen. Hüten Sie sich davor, etwas zu ändern, denn es steht schon im Himmel geschrieben. Ihre Befehle sollen unwiderruflich sein, denn sie führen den unabänderlichen Ratschluss des Allmächtigen aus: Dass das Königtum Jesus Christus in hebräischer Sprache verkündet wird, dies ist die Sprache des Volkes Gottes, und in griechischer Sprache, der Sprache der Doktoren und Philosophen und  in römischer Sprache, das ist die Sprache des Weltreiches, die Sprache der Eroberer und Politiker. Kommt jetzt herbei, oh Juden, ihr Erben der Verheißungen; und ihr, oh Griechen, Erfinder der Künste; und ihr, Römer, Herren der Erde; kommt und lest diese wunderbare Botschaft; beugt die Knie vor eurem König“.

Unter anderen schriftlichen Beweisen für das Königtum Jesus Christus halten wir uns an die letzten Worte, die Er an seine Apostel gerichtet hat, bevor er zum Himmel aufstieg: „Alle Macht ist mir gegeben im Himmel und auf Erden. Geht und kündet es allen Nationen“.

Beachtet, meine Brüder, betont Mgr. Pie, Jesus Christus sagt nicht zu allen Menschen, zu jedem Einzelnen, zu allen Familien, aber  zu allen Nationen.
       
Ohne Zweifel schließt die Aufgabe, die er ihnen erteilt, dies alles ein, aber sie umfasst mehr als das, sie hat einen öffentlichen, sozialen Charakter, denn Jesus Christus ist König der Völker und der Nationen. Und wie Gott einst die Propheten zu den Nationen und ihren Anführern sandte, um ihnen ihre Abtrünnigkeit und ihre Verbrechen vorzuwerfen, so sendet Christus seine Apostel und seine Priester zu den Völkern, den Staaten, ihren Anführern und Gesetzgebern, um ihnen allen seine Lehre und sein Gesetz zu verkünden.


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