Dienstag, 26. November 2013

Der Sinn des Leidens

Die vielen Leiden, die es gibt, sind in der Hand Gottes ein Mittel uns zu strafen, uns zu warnen und unseren Blick und unser Streben nach oben zu richten. „Denn, wen der Herr lieb hat, den züchtigt er.“ (Hebr. 12, 6) Das israelitische Volk verfiel oft in Götzendienst und Laster. Da ließ es Gott zu, daß der Feind ins Land einfiel und die Israeliten hart bedrängte. Dann bekehrten sie sich wieder zu Gott.

Auch den Gerechten sendet Gott Leiden. Er will sie dadurch prüfen, das heißt, er will ihnen Gelegenheit geben, ihre Tugend zu zeigen und zu üben um sich Verdienste für die Ewigkeit zu erwerben. So erhielt Job durch seine schweren Leiden Gelegenheit, daß er Geduld, Ergebung in den Willen Gottes, Gottvertrauen und Liebe zu Gott übte. Er verdiente sich dadurch einen hohen Grad der himmlischen Seligkeit.

Daß Gott die furchtbaren Kriege zuläßt, ist ohne Zweifel eine Strafe Gottes für die Gottlosigkeit und Unsittlichkeit, die so schrecklich überhand genommen hat. Sie sind eine Mahnung für die Gottlosen und eine Prüfung für die Gerechten. Gott will daraus wohl auch neue Zeiten und Verhältnisse hervorgehen lassen, die zuletzt zum Triumph des Guten führen werden. (Aus Pirchler, Der Weg zu Gott)


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