Donnerstag, 21. November 2013

Die Liebe ruft

Fußwaschung
"Ich will dir sagen, warum Ich Meinen Aposteln beim Abendmahl die Füße gewaschen habe.
Ich wollte dadurch zeigen, wie sehr Ich verlange, daß die Seele rein sei, die Mich in der heiligen Kommunion empfängt.
Ferner wollte Ich jene, die das Unglück hatten, in Sünde zu fallen, daran erinnern, daß sie allezeit im Bußsakrament ihre verlorene Reinheit wiedergewinnen können.
Ich selbst habe Meinen Aposteln die Füße gewaschen, damit nach Meinem Beispiel jene, die im Apostolat stehen, sich vor den Sündern und vor anderen ihnen anvertrauten Seelen demütigen und alle mit Sanftmut und Mied behandeln.  
Ich gürtete Mich mit einem Linnen, um zu zeigen, daß ein Apostel sich mit Abtönung und Selbstverleugnung gürten muß, wenn er den Zugang zu den Seelen finden will.
Ich wollte sie auch lehren, sich gegenseitig zu lieben und immer bereit zu sein, die Fehler des Nächsten abzuwaschen, das heißt sie zu verberge, zu entschuldigen und niemals leichtfertig bekannt zu machen.
Das Wasser endlich, das Ich über die Füße Meiner Apostel goß, versinnbildete den Eifer Meines Herzens für das Heil der Welt.
(…)
Ach, könnte ich doch allen Seelen die Gesinnungen Meines Herzens erschließen und sie mit der Liebe erfüllen, die Mich bewogen hat, im Abendmahlssaale für die das Sakrament der Liebe einzusetzen.
Ich sah in diesem Augenblick dich die Jahrhunderte hindurch alle jene, die sich mit Meinem Leibe nähren, mit Meinem Blute tränken und göttliche Furcht daraus gewinnen würden.
In wie vielen Herzen würde Mein makelloses Blut Reinheit und Jungfräulichkeit erzeugen;
in wie vielen anderen die Flamme des Eifers und der Nächsten liebe entzünden!
Wie viele Märtyrer der Liebe scharten sich in dieser Stunde vor Meinen Augen und in Meinem Herzen!…
Wie viele würden nach einem Leben der Sünde und des zügellosen Lasters sich mit dem Brote der Starken nähren und wieder zu Kräften kommen!
Wer könnte je ermessen, was damals Mein Herz empfand? Es war Freude, Liebe und inniges Erbarmen … aber auch unermessliche Bitterkeit!
Unser Herr zu Sr. Maria Josefa Menéndez am 25. Januar 1922

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