Donnerstag, 28. November 2013

Ein Leugner der Unsterblichkeit


Der französische Gelehrte Voltaire verspottete in vielen Schriften den Glauben an die Unsterblichkeit der Seele und die ganze christliche Religion und verführte dadurch Unzählige zum Unglauben.

Die Ursache seiner Feindseligkeit gegen den Glauben war wohl sein sittenloses Leben. Im Innersten war er aber von dem, was er gegen die Religion schrieb, selbst nicht überzeugt. Denn als es mit ihm zum Sterben kam, überfiel ihn eine schreckliche Angst. Er wollte einen Priester rufen lassen und beichten.

Aber die gottlosen Freunde Voltairs ließen trotz seiner inständigen Bitten keinen Priester zu ihm. Da wurde die Angst Voltairs immer größer.

Er schrie: „Ich fühle eine Hand, die mich erfaßt und mich zum Richterstuhle Gottes zerrt! Der Teufel ist da – er will mich packen – ich sehe die Hölle – o verbergt sie mir!“  Vor Verzweiflung krümmte er sich wie ein Wurm und zerfleischte sich mit den eigenen Nägeln.

Zuletzt schrie er noch einmal entsetzlich auf; dann sank er zurück und war tot! (Kreiten, „Voltaire“ 2. Aufl. S. 552)

(Aus Pirchler, Der Weg zu Gott)



Keine Kommentare: