Freitag, 29. November 2013

Unsere Seele ist unsterblich

 Das lehrt uns Jesus Christus, der uns deutlich geoffenbart hat, was auf unsere Seele nach dem Tode wartet, und der uns gesagt hat: „Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können!“ (Matth. 10, 28)

Auch unsere Vernunft sagt uns, daß es nach dem Tod ein anderes Leben geben muß, wo das Gute belohnt und das Böse bestraft wird. Sonst blieben gerade die edelsten Taten, der Heldentod für den Glauben und für das Vaterland unbelohnt, und zahllose Verbrechen blieben ungestraft. Das kann der gerechte Gott nicht zulassen.

Die Körper sterben dadurch ab, daß sie sich in ihre Teile auflösen. Die Seele aber kann sich nicht auflösen; denn ein denkendes Wesen, ein Geist, wie die Seele ist, besteht nicht aus Teilen. Es haben auch alle Völker, die es je gegeben hat, an ein Fortleben nach dem Tode geglaubt. Geleugnet haben es immer nur einzelne Menschen, und zwar solche, die Grund hatten, das andere Leben zu fürchten.

Durch Verstand, freien Willen und Unsterblichkeit ist unsere Seele Gott ähnlich; wir sind Ebenbilder und Kinder Gottes. Halten wir dieses Ebenbild Gottes in uns hoch und führen wir ein Leben, wie es sich für Kinder Gottes geziemt! Werden wir zu gemeinem und niedrigem Tun versucht, so sagen wir uns: Ich bin zu Höherem geboren!

(Aus Pirchler, Der Weg zu Gott)


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