Mittwoch, 4. Dezember 2013

Erbsünde und Erziehung


Ungläubige „Weltweise“ wie z.B. Jean-Jacques Rousseau (Literat und Philosoph, gest. 1778) hat behauptet, der Mensch sei von Natur aus ganz gut und unverdorben. Man solle daher die Kinder nicht eigentlich „erziehen“, sondern nur ihre natürlichen Anlagen entfalten lassen; so würden aus ihnen die besten Menschen werden.

Viele Erzieher haben sich an diese Anweisung gehalten, aber dabei die schlimmsten Erfahrungen gemacht. Dennoch sind immer noch viele Eltern in diesem Irrtum befangen. Auch viele junge Leute halten es für das Beste, sich ihre Triebe ungehindert ausleben zu lassen. Die Erfahrung zeigt aber, daß das nur zu Charakterschwäche, Selbstsucht, Roheit und noch schlimmeren Dingen führt.

Die Lehre von der Erbsünde gibt uns da das rechte Licht. Sie sagt uns, daß in die menschliche Natur der Keim des Bösen gelegt worden ist, und daß dieser Keim beständig bekämpft werden muß: zuerst durch Einwirkung von Eltern und Erziehern, dann aber durch Selbsterziehung, Selbstüberwindung und Selbstbeherrschung. Ohne beständige Selbstüberwindung entsteht kein guter Charakter. /Aus Pirchler, Der Weg zu Gott)


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