Mittwoch, 10. September 2014

Die Liebe des Geistes


„Du stehst abseits. – Es ist deine Schuld.
Suche den Verkehr mit anderen, aber suche
dabei nicht Verständnis für dich, sondern
für die anderen!

Denke immer daran, daß über dir und
unter dir noch Stufen sind.
Nur an sich denken ist schlecht,
auch an sich denken ist recht.

Habe einen Blick auf andere, dann werden
andere auch einen Blick für dich haben.

Wirf dein Leid nicht auf der anderen Rücken!
Wehe dir, wenn du Millionen ertrinken siehst
und die Hand nicht rührst, wenigstens einen zu retten!

Wer nie auf sein vermeintliches und selbst wahres
Recht verzichten kann, kommt mit niemanden aus.

Verstandesmenschen sind nicht  solche die mehr
Verstand, sondern weniger Herz als andere haben.

Überlege einmal, bevor du gibst, zweimal, bevor
du annimmst, tausendmal, bevor du verlangst!“
(Maria Ebner-Eschenbach)

„Dienet einander durch die Liebe des Geistes.
Denn das ganze Gesetz wir durch das eine Gebot erfüllt:
Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“
(Gal. 5, 13.)

Quelle: Weggeleit – P. Jakob Koch SVD. – St. Gabriel-Verlag, Wien

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