Samstag, 1. November 2014

PLATZ FÜR DIE SCHWACHEN


Wir brauchen die Distanz zu uns selbst, um sagen zu
können: „Ich bin gar nicht so wichtig.“

Und je weniger wichtig ich bin, umso schöner ist
eigentlich das Leben, umso freier bin ich. Ich muss
mich nicht die ganze Zeit beweisen. Das ist doch
etwas Wunderbares. Dann kann ich auch das rechte
Maß walten lassen, „die Mutter aller Tugenden“, wie
der heilige Benedikt gesagt hat:

„Der Abt richte alles so ein, dass die Starken finden,
wonach sie verlangen, und die Schwachen nicht
davonlaufen.“

Seine Regel ist meines Wissens die einzige Klosterre-
gel, wo auch für die Schwachen geredet wird. Wo
auch mit Schwachen gerechnet wird und die Schwa-
chen einen Platz haben

N. W.

Quelle: Einkehr für die Seele – St. Benno-Verlag, Leipzig


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