Dienstag, 23. Dezember 2014

Ein Lied zum Jesuskind: Die Schwermut war weg ...




In Lima war eine reiche Frau, welche so hohe Verehrung zu Franziskus Solanus trug, wie einst jene fromme Matrone Jakoba de Settersoli zu Franciscus Seraphikus.

Diese hatte unter Anleitung des Solanus ihr Geld verwendet, um ein Kloster der Tertiarinnen zu stiften und wurde die erste Äbtissin.

Einst lag sie zur Weihnachtszeit krank am Fieber und war sehr betrübt und niedergeschlagen. Da schickt sie nach Solanus, ihrem Seelenführer.

Während der Heilige ihr Worte des Trostes zusprach, kam ihr im Herzen das Verlangen, daß der gute Vater ein schönes Weihnachtslied singen möchte, deren er so viele wusste. Sie getraute sich aber nichts zu sagen. Doch der Heilige fing auf einmal an, ein Lied zum Jesuskind zu singen, wobei seine eigene Seele zerschmolz, daß der ganze Vortrag einen wunderbaren Eindruck auf die Äbtissin hervorbrachte.

Die Schwermut war weg und das Fieber mit. Wäre es nicht eidlich als Wahrheit verbürgt, man möchte glauben, ein Stücklein vom sagenhaften Sänger Arion oder vom märchenhaften Horont zu hören. Doch wohl nicht die Sangeskunst hatte der Klosterfrau das Fieber vertrieben, sondern die Kunst, die ihm Gott gegeben, im Namen Jesu Krankheiten zu Heilen.

Quelle: Franzenkalender 2011 – Ein Kalender mit tridentinischem Heortologium – Franziska-Verlag


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