Sonntag, 8. Februar 2015

Heiligsprechung von Joseph Vaz


Bei seiner Reise nach Asien hatte Papst Franziskus auch einem Besuch in Sri Lankas (Ceylon) vor. 

Der Inselstaat (20 Millionen Einwohner) ist dem indischen Subkontinent vorgelagert. Bereits im 5. Jahrhundert kamen erste christliche Missionare aus Persien ins heutige Sri Lanka. Doch erst mit der Ankunft der Portugiesen im 16. Jahrhundert begann eine systematische, von katholischen Orden getragene Mission. 

Heute leben rund 1,5 Millionen Katholiken, etwa sieben Prozent der Bevölkerung Sri Lanka, im Hautstadt-Erzbistum Colombo und in elf weiteren Bistümern. Sie gehören je etwa zur Hälfte der singhalesischen Mehrheit und der tamilischen Minderheit an. In 433 Gemeinden wirken insgesamt 836 Diözesan- und 478 Ordenspriester. Die Zahl der Priesterberufungen gilt als hoch. 

Dass die katholische Kirche auf Sri Lanka die Unterdrückung durch die protestantischen Niederländer seit Mitte des 17. Jahrhunderts überlebte, verdankt sie vor allem dem Wirken des indischen Missionars Joseph Vaz (1651 – 1711). Papst Franziskus sprach ihn bei seinem Sri-Lanka-Besuch am 14. Januar in Colombo heilig.


Quelle: „Der 13.“ - Januar 2015

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