Sonntag, 1. März 2015

„Das verborgene Leben Jesu in Nazareth“


Es ist unendlich reich an Inhalt, so wenig leblos und tatenlos als der Ozean in Stunden scheinbarer Ruhe. Was ist der Blumenschmuck der Fluren von Nazareth gegen jenem Frühling heilige Gesinnung, großer Heilsgedanken, ununterbrochener Gebete, gottmenschlicher Opfer und Verdienste! 

Was ist die abwechslungsreiche, quelldurchrauschte Landschaft von Nazareth gegen dieses Leben mit seinen Hochgebirgen von Anbetung, mit seinen Abgründen der Demut und Selbstverleugnung, mit seinen Süßquellen der Freuden und seinen bitteren Meeren der Leiden, mit seinem ewig bauen Himmel und seiner still hineinglänzenden Gottesglorie! 

Schon ins schlichte Gewebe kindlichen Daseins, in das rauhe Zelttuch eines armen, arbeitsreichen Lebens stickt sich überall der messianische Goldfaden, der blutrote Faden des Opfers ein.

O wundervolles Leben Jesu – in den 30 verborgenen Jahren!

Hl. Franz von Sales: „Zu deiner Gesellschaft wähle wenige, gute und ehrenhaft Personen: wenige, weil es schwer ist, mit vielen auszukommen: gute, weil es leicht ist, durch die bösen verdorben zu werden; ehrenhafte,um Ehre und den guten Namen zu erhalten!“

Quelle: Sonne Dich – P. Max Dudle SJ – Hrsg.: DVCK e. V., Frankfurt am Main

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