Dienstag, 10. März 2015

Liebe zur Einsamkeit


Wenn bei der Taufe Jesu gleichsam die äußere Einführung ins Lehramt stattfand, so wurde hier die innere vollzogen.

In der Gebets-, Buß, und Kampftüchtigkeit besteht die Rüstung des Starken.

Christus selbst gibt uns ein Beispiel. Christus entfloh in die Einsamkeit, bald auf einen Berg (Joh. 6, 15), bald in die Wüste (Luk. 5, 16), bald auf den Ölberg (Joh. 22, 39), und brachte diese Zeit im Gebete zu. Bis zu seinem 30. Lebensjahr lebte Christus beständig in der Verborgenheit.

Wir wissen auch, dass sich heilige Männer oft in die Einsamkeit zurückgezogen und hier geistliche Übungen verrichteten.  So tat es der hl. Ordensstifter Benedikt, er lebte drei Jahre in einer Höhle im Gebirge. Der hl. Ignatius v. Loyola verbrachte längere Zeit in der Grotte von Manresa. Auch der hl. Apostel Paulus ging nach seiner Bekehrung nach Arabien (Gal. 1, 17) in die Einsamkeit der Wüste.

Die jetzt verkannt und verborgen in Gott leben, werden einst in Herrlichkeit strahlen.

„Das einsame Leben ist eine Art Leben eines irdischen Engels“  (Hl. Chrysostomus).

In der Einsamkeit erlangen wir viele einwirkende Gnaden. In der Einsamkeit spricht der Heilige Geist zu uns. Das folgt aus den Worten der Heiligen Schrift: „Ich will sie in die Wüste führen und zu ihren Herzen Reden“ (Off. 2, 14).

„Eine liebliche Melodie hört man nur dann, wenn man das Geräusch der Welt flieht. Je weiter man sich vom Geräusch der Welt entfernt, um so näher ist man seinem Schöpfer.“  (Thomas von Kempen)

„O Einsamkeit! Die Blumen Christi blühen herrlich auf in dir, in dir gedeiht der vertraute Umgang mit Gott.“  (Hl. Hieronymus)

Quelle: Sonne Dich – P. Max Dudle SJ – Hrsg.: DVCK e. V., Frankfurt am Main



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