Donnerstag, 9. April 2015

Hl. Franz von Sales, Bischof von Genf


Man muss diesen Namen nur hören, um sogleich etwas unbeschreiblich Anmutiges und Liebevolles ganz nahe um sich zu verspüren. Franz von Sales, d. h. Güte, Milde und Menschenfreundlichkeit!  Heute geht der Unfriede und die Schwermut bis in das letzte Alpenhüttlein hinauf. Würden wir Franz von Sales studieren, ihn nachzuahmen suchen, wir hätten bei allen Nöten eine sonnige Erde, ein sonniges Herz, ein sonniges Sterben und eine sonnige Ewigkeit! Franz stammte aus dem alten Adelsgeschlecht der von Sales im Herzogtum Savoyen. Sein fromme Mutter sprach öfters zum Kinde die Worte der heiligen Blanka: „Mein Sohn, ich wollte dich lieber tot sehen, als erfahren, dass du nur eine einzige Todsünde begangen hättest!“

Vom heiligen Franz stammt das prachtvolle Wort, dass man „mit einem Tropfen Honig mehr Fliegen fängt als mit einem ganzen Fass voll Essig“.

Damit wollte dieser feine Kenner der Seelen keineswegs sagen, man dürfte keine bittere Wahrheit verkünden, sondern man solle sie nicht noch unnötig von sich aus verbittern, und nicht, man solle die herbe Kraft einer Christenlehre verzuckern, sondern man solle den süßen Gehalt, den alle Wahrheit, auch die strengste, im Grunde enthält, nicht von sich aus ihr wegstehlen, sie sozusagen entzuckern.

„Wann wird es geschehen, dass wir unseren Nächsten von Herzen ertragen?
Das ist die letzte und vornehmste Aufgabe in der Lehre der Heiligen.
Glücklich, wer sie erfasst hat!“
(Hl. Franz von Sales)

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