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Es werden Posts vom April, 2015 angezeigt.

Gott allein ist gut.

Wir Menschen haben Schwächen und Fehler als Mitgift in unser Erdenleben bekommen, mit denen wir zu rechnen, mit denen wir uns abzufinden haben. Gott, der uns schwach erschuf, hat Nachsicht mit uns. Aber wir dürfen uns mit ihnen nicht zufrieden geben. Wir dürfen keinerlei Freundschaft mit ihnen schließen, noch stille Duldung ihnen gewähren. Wir müssen gegen sie Kämpfen, solange wir sie haben. Wenn wir sie auch nur einen Tag unbehelligt lassen, werden sie größer. Wer sich nur einen Tag gehen lässt, ist morgen ärger als heute. Sie begleiten uns wie unser Schatten, und gerade dann, wenn wir sie besonders von uns fernhalten wollen, drängen sie sich mit umso größerer  Gewalt durch, weil sie ihren Besitzstand nicht verlieren wollen. So ist zu erklären, dass ein Mensch, der täglich besser wird, immer mehr Fehler an sich findet und sich immer weniger gut vorkommt. Solange wir gegen unsere Fehler kämpfen, steht es nicht schlecht um uns. Also mutig voran! „Ein Kampf ist des Menschen...

Voll Erbarmen

Herr, du hast innerlich so sehr gelitten, weil du uns offenbaren wolltest, wie sehr Gott be- leidigt wird. Du wolltest uns aber auch zei- gen, wie schön es ist, dem Vater dafür be- sondere Freude zu machen. Du hast es durch dein Sühneleiden für die Menschheit getan; lass uns teilhaben an dei- ner großmütigen Hingabe an den Vater, an deinem Leben und deinem Herzen, das uns wieder mit Gott versöhnt hat. Verpflichte uns deinem großen Erlösungs- werk, und gib, dass wir nicht zögern, in allen Leiden das Beste unseres Wesens dem Vater darzubringen, wie du es getan hast. Wir wollen dem Vater gern Opfer darbringen, um unsere eigene Sünden zu sühnen; sie sol- len aber auch am Aufbau der Christlichen Gemeinschaft helfen und einen Strom gött- licher Gnade auf die Welt herabfließen lassen. P. J. Galot SJ Quelle: Gebete zum Herzen Jesu – Johannes-Verlag, Leutesdorf am Rhein

Die Auferstehung Christi

„Die Auferstehung Christi ist nicht bloß die Erinnerung an ein vergangenes Geschehen. In der Osternacht, im Sakrament der Taufe, wird heute tatsächlich die Auferstehung, der Sieg über den Tod, Wirklichkeit. Jesus ist die Auferstehung und das ewige Leben; in dem Maße, in dem wir mit Christus verbunden sind, sind wir schon heute „aus dem Tod ins Leben hinüber- gegangen“, leben wir schon jetzt das ewige Leben, das nicht nur eine Wirklichkeit ist, die nach dem Tod kommt, sondern die schon heute in unserer Gemeinschaft mit Christus beginnt. Aus den Tod ins Leben hinübergehen, das ist zusammen mit dem Taufsakrament der eigentliche Kern der Liturgie dieser Heiligen Nacht. Aus dem Tod ins Leben hinübergehen, das ist der Weg, zu dem uns Christus die Tür geöffnet hat, zu dem uns die Feier des Osterfestes einlädt.“ Papst Benedikt XVI. Quelle: Einkehr für die Seele – St. Benno-Verlag, Leipzig

Gott suchen

Grüble nicht über die Seltsamkeiten des Lebens. Suche Gott geraden Herzens, suche ihn in allen Dingen; und du wirst ihn finden und in ihm die Ruhe deines Herzens. Wie groß auch die Finsternis sei, wir sind dem Lichte nah. Was bedeutet  es, ob Gott zu uns aus Dornen redet oder aus duftenden Blumen. Nächst der Sünde ist die Aufregung das größte Übel. Ein Heiliger, der traurig ist, ist ein trauriger Heiliger. Hl. Franz von Sales Quelle: Einkehr für die Seele – St. Benno-Verlag, Leipzig

Osterbotschaft

Leben, das wollen wir alle. Schon ein griechischer Philosoph sagte: Alle streben nach Leben. Wir Men- schen suche Leben, solange wir sind. Wir hungern nach erfüllten, gelungenen Leben. Manchmal ist der Hunger sogar so groß, dass die Lebenssuche zur Sucht werden kann, die uns raff- gierig und rücksichtslos werden lässt. Sie kann dann auch Leben und Lebendigkeit kosten: Wenn wir etwa voller Leben und Lebendigkeit kosten: Wenn wir etwa voller Stress dem Leben hinterherjagen, weil wir glau- ben, etwas zu versäumen, und wir dabei keine Zeit mehr haben für den Nächsten, für Gott, für uns selbst. Aus der Sucht nach dem Leben kann auch Frust, Überdruss und Ekel am Leben, ja Zerstörungswut wer- den. Die Osterbotschaft spricht von einer anderen Wei- se von Leben: In Jesus Christus selbst ist das Leben. K. K. L. Quelle: Einkehr für die Seele – St. Benno-Verlag, Leipzig

Der Liebe hingegeben

Nur die Liebe zählt. Noch vermag ich Gott zu sagen, dass ich ihn Liebe. Das genügt. Seitdem ich nicht mehr mich selbst suche, führe ich das denkbar glücklichste Leben. Ich verlasse mich nur noch auf die Liebe. Mir scheint, dass die Liebe ein langes Leben ersetzen kann. Ich bereue es nicht, mich der Liebe hingegeben zu haben. Der Herr sieht nicht so sehr auf die Größe der Taten als auf die Liebe, mit der wir sie vollbringen. ch fühle, dass ich mutlos würde, hätte ich keinen Glauben, oder besser gesagt, liebte ich Gott nicht. Hl. Thérèse von Lisieux Quelle: Einkehr für die Seele – St. Benno-Verlag, Leipzig

Die Beispiele der Heiligen

Die Lebensgeschichte Jesu Christi und der Heiligen fleißig lesen und die religiösen Wahrheiten fleißig betrachten! Die Beispiele der Heiligen spornen uns mächtig an zu deren Nachahmung. Wir sprechen dann ähnlich wie der hl. Augustinus: „Konnte es dieser oder jener, warum nicht auch du, Augustinus? Der hl. Ignatius von Loyola wurde durch das lesen der Lebensgeschichte Christi und der Heiligen ganz umgeändert. Die Heiligen lasen gerne die Lebensgeschichte heiliger Personen und ahmten deren Beispiele nach. „Sie machten es wie der Maler, der sich den Gegenstand oft ansieht, bevor er ihn abzeichnet.“ (Hl. Basilius) - „Sie glichen den Bienen, die aus vielen Blumen den Saft saugen, bevor sie den Honig bereiten.“ (Hl. Gregor der Große) - „Namentlich sollen wir mehr die Lebensgeschichte der Heiligen unseres Standes lesen, weil diese für uns am nützlichsten sind“ (Hl. Franz von Sales) - „Das Leben und die Beispiele der Heiligen sind das praktische, d. i. das angewandte Evangelium.“ (Hl. F...

Meditation für Karsamstag

„Jesus Christus ,in das Reich des Todes hinabgestiegen'.  Was bedeutet dieser Ausdruck? Er besagt, dass der menschgewordene Gott so weit gegangen ist, in die extreme und absolute Einsamkeit des Menschen einzutreten, wohin kein Strahl der Liebe dringt, wo völlige Verlassenheit herrscht, ohne auch nur ein Wort des Trostes: ,das Reich des Todes'.  Jesus Christus hat durch sein im Tod Bleiben das Tor dieser letzten Einsamkeit durchschritten, um auch uns dazu zu führen, es gemeinsam mit ihm zu durchschreiten.  Wir haben alle schon einmal ein  furchtbares Gefühl der Verlassenheit gehabt. Und was uns am Tod am meisten Angst macht ist gerade dies, wie Kinder haben wir Angst, in der Dunkelheit allein zu sein, und nur die Anwesenheit eines Menschen, der uns Liebt, kann uns beruhigen.  Genau das hat sich am Karsamstag ereignet: Im Reich des Todes ist die Stimme Gottes erklungen. Das Undenkbare ist geschehen: Die Liebe ist  vorgedrungen in das ,Reich...

Lass mich dir sagen . .

„Lass mich dir sagen, wie ich ihn kennenlernte. Ich hatte viel von ihm gehört, aber ich beachtete es nicht. Er schickte mir tägliche Gaben und Geschenke, aber niemals dankte ich es ihm. Vielmals schien er meine Freundschaft zu wün- schen, aber ich blieb kalt. Ich war heimatlos und elend, hungrig und stündlich in Gefahr. Er bot mir Obdach und Rast, Speise und sichere Hut, aber immer noch war ich undankbar. Zuletzt kam er auf mich zu und bat mit Tränen in den Augen: Komm und verweile bei mir!“ (Konvertit Hugh Benson + 19.10. 1914) Überlege: auf welchem Wege hast du ihn getroffen? Aus welchem Anlass hast du dich ihm enger ange- schlossen, ihm mehr vertraut, ihn inniger geliebt? Möchtest du ihm dafür nicht herzlich danken? „Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und zu retten, was verloren war,“  (Luk. 19, 10.) Quelle: Weggeleit – P. Jakob Koch SVD – St. Gabriel-Verlag, Wien

Kraft im Leiden

Herr, lehre uns verstehen, worin das wahre Opfer des Herzens besteht! Du hast die Schmach des Kreuzes auf dich genommen und währen deines Lebens zahl- lose Mühen und Schmerzen ertragen. In all diesen Leiden hast du dem Vater dein Herz dargeboten. In allen Prüfungen gabst du dich ihm immer wieder hin. Du hast ihm vor allem die Qual deiner inneren Leiden geschenkt: Gleichgültigkeit, Undankbar- keit, Haß und Widerspruch deiner Gegner, ihren bösen Spott und alles, was dich kränkte und be- leidigte. Du warst glücklich darüber, so in deinem Gemüt leiden zu können, um alles rückhaltlos zu geben. Wir begnügen uns leicht mit wenigen äußeren Op- fern und weichen zurück vor dem inneren, radikalen Verzicht. Gib uns die Kraft, dem Vater immer vor allem die inneren Leiden zu Opfern! Lass nicht zu, dass sich unsere Eigenliebe bei Demütigungen und Beleidigungen auflehnt! Gib vielmehr, dass wir da- rin einwilligen, alles zu verlieren, wie du alles verlo- ren hast, und zwar m...