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Posts mit dem Label "Jesu Leben" werden angezeigt.

Jesus, der Freund der Freude!

Von den ersten Wunder, dem auf der Hochzeit zu Kana, sind wir ohne Ausnahme überrascht, denn das hätte wohl kein Mensch vermutet, dass Jesus das erste Wunder bei einer Hochzeit wirken würde, und dass er gar noch Wasser in Wein verwandelt. Das ist der liebe Gottessohn wieder einmal ganz seine eigenen Wege gewandelt, die eben nicht die Pfade der Menschen sind. Aber dennoch sin sie für uns sehr lehrreich. Das Evangelium mit seinem Hochzeitswunder lässt uns einen tiefen Blick in die Persönlichkeit Jesu Christi und seiner heiligen Mutter tun. Welch ein schönes Heilandsbild entfaltet sich uns da! Jesus ist der Freund der Freude, er nimmt teil an Familienfesten und heiligt sie. Und Maria ist so recht das Bild der edlen Frau und Mutter, die ein feines Auge für die Nöten und Schwierigkeiten des Lebens hat, und wäre es nur das Fehlen des Weines beim Mahle. Sie wollte nicht, dass die Brautleute in Verlegenheit kämen. Wie edel und Vornehm! Suchen auch wir, moderne Christen, immer auch die fei...

„Das verborgene Leben Jesu in Nazareth“

Es ist unendlich reich an Inhalt, so wenig leblos und tatenlos als der Ozean in Stunden scheinbarer Ruhe. Was ist der Blumenschmuck der Fluren von Nazareth gegen jenem Frühling heilige Gesinnung, großer Heilsgedanken, ununterbrochener Gebete, gottmenschlicher Opfer und Verdienste!  Was ist die abwechslungsreiche, quelldurchrauschte Landschaft von Nazareth gegen dieses Leben mit seinen Hochgebirgen von Anbetung, mit seinen Abgründen der Demut und Selbstverleugnung, mit seinen Süßquellen der Freuden und seinen bitteren Meeren der Leiden, mit seinem ewig bauen Himmel und seiner still hineinglänzenden Gottesglorie!  Schon ins schlichte Gewebe kindlichen Daseins, in das rauhe Zelttuch eines armen, arbeitsreichen Lebens stickt sich überall der messianische Goldfaden, der blutrote Faden des Opfers ein. O wundervolles Leben Jesu – in den 30 verborgenen Jahren! Hl. Franz von Sales: „Zu deiner Gesellschaft wähle wenige, gute und ehrenhaft Personen: wenige, weil es sch...

Rückkehr nach Nazareth

Als Herodes gestorben war, siehe, da erschien dem Joseph in Ägypten im Traum ein Engel des Herrn und sprach: „Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter und zieh in das Land Israel. Denn die dem Kinde nach dem Leben strebten, sind gestorben.“ Da stand er auf, nahm das Kind und seine Mutter und zug in das Land Israel. Als er aber vernahm, dass Archelaus an Stelle seines Vaters Herodes in Judäa regiere, fürchtete er sich, dorthin zu gehen. Auf eine Weisung hin, die er im Traume erhielt, zog er in die Landschaft Galiläa und ließ sich in einer Stadt mit Namen Nazareth nieder. So sollte sich das Prophetenwort erfüllen: „Er wird ein Nazarener heißen.“ (Math. 2, 19 – 23) Suche immer zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit; das übrige wird dir dann niemals mangeln. - Überlaß dich ganz der Vorsehung Gottes, und zwar unter allen Umständen und zu jeder Zeit deines Lebens. Bitte Jesus und Maria, immer den Entschluss, den sie dir eingeben, zu segnen. Im Epheserbrief führt P...

Flucht nach Ägypten

Nach ihrer Abreise erschien ein Engel des Herrn dem Joseph im Traum und sprach: „Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter und fliehe nach Ägypten. Dort bleibe, bis ich dir Weisung gebe. Denn Herodes fahndet nach dem Kinde um es zu ermorden.“ Er stand auf, nahm, noch in der Nacht, das Kind und seine Mutter und zog fort nach Ägypten. Dort blieb er bis zum Tode des Herodes. So sollte sich das Wort erfüllen, das der Herr durch den Propheten gesprochen hatte. „Aus Ägypten habe ich meinen Sohn berufen.“ Joseph gehorchte bereitwilligst und mit unbedingten Vertrauen auf Gottes Vorsehung. - Wo in der Welt findest du Rosen ohne Dornen? Für ein Kreuz, das man abwirft, ladet man sich vielleicht mehrere und schwerere auf. Wenden wir, um unsere Ausdauer zu stärken, das Mittel an, wodurch die des heiligen Joseph unerschütterlich war; er hatte Jesus und seine Mutter bei sich! - Alles geht dir zuwider? Ist das nicht deine Schuld? Do betest ja alle Tage: „Dein Wille geschehe.“ Nimm es ...

Epiphaniefest – 6. Januar

Fest der Erscheinung, Fest des christlichen Glaubens. Stelle dir vor: die Reise – Jerusalem und Bethlehem Betrachte die Personen. - Die, welche den Stern sehen und keinen Nutzen aus seinem Erscheinen ziehen. - Die Magier, welche sich mutig entschließen, der himmlischen Mahnung zu folgen. Betrachte sie bei der Abreise, auf dem Wege.  - Die Bewohner von Jerusalem, Herodes, seinen Hof. - Besonders aber betrachte die heilige Jungfrau und den heiligen Josef bei der Ankunft der Magier. Verlieren wir dieses kleine Kind nicht aus dem Auge; seinetwegen setzt sich alles im Himmel und auf der Erde in Bewegung. Horche die Worte: - Was sagt man im Orient beim Erscheinen dieses Sternes? Was sagen die Magier, und was hören sie auf der ganzen Reise? - In Jerusalem. Wie einfach, wie entschieden geben sie den Zweck ihrer Reise an! - Was sagt Herodes mit heuchlerischer Verruchtheit? - In dem Stalle wird wenig gesprochen; aber wie innig verkehren die Herzen miteinander! Wie sprechend sind die ...

„Lernet von mir“

Stets hat besonders eine Stelle des Evangeliums die Aufmerksamkeit der Gelehrten und Verehrer des Herzens Jesu auf sich gezogen. Da wird gesagt, dass Jesus einmal im Zusammenhang einer Predigt über die Wichtigkeit eines Unschuldigen Gemüts und der Anspruchslosigkeit im Streben nach geistigen Gütern ausrief: „Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor den Weisen und Klugen verborgen, den kleinen aber geoffenbart hast“. Indem er dann sein eigenes Herz als Beispiel hinstellte, das von all denen nachgeahmt werden sollte, die einen Weg für ihre Schritte suchen, schloss er seine Ausführungen mit den Worten: „Kommt zu mir alle, die ihr mühselig seid und beladen, und ich will euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernet von mir, denn ich bin sanftmütig und demütig von Herzen, und ihr werdet Erquickung finden für eure Seelen, denn mein Joch ist sanft und meine Bürde ist leicht“ (Mt. 11, 25 – 30). Von Unserem Herrn lernen – das ist das Hauptziel der Herz-...

Jesus, gedenke meiner!

Der reuige Schächer ist der erste Mensch, der in seine Sündennot im Angesicht des Todes den heiligsten Namen Jesus anruft und dessen verzeihende und rettende Kraft erfährt. Er gewinnt damit gleichsam den ersten vollkommenen Ablass. Die Antwort Jesu an den Schächer ist eines der trostvollsten Worte der Heilsgeschichte. Darum dürfen auch wir auf die unendliche Barmherzigkeit Gottes vertrauen, wenn wir unsere Sünden aufrichtig bereuen. Die heiligen Wunden und das kostbare Blut des gekreuzigten Heilandes sind der ergreifendste Ausdruck der Liebe und Güte Gottes zu uns armen Sündern. Quelle: Gebete in großer Bedrängnis – A. M. Weigl – Verlag St. Grignionhaus, Altötting

Die Söhne des Zebedäus

Da kam die Mutter der Söhne des Zebedäus mit ihren Söhnen zu Jesus und fiel betend vor  ihm nieder. Er fragte sie: „Was willst du?“ Sie antwortete ihm: „Lass meine beiden Söhne in deinem Reiche den einen zu deiner Rechten und den anderen zu deiner Linken sitzen“. Jesus entgegnete: „Ihr wisst nicht, um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde?“ „Wir können es“, antwortete sie ihm. Da sprach er zu ihnen: „Meinen Kelch werdet ihr trinken. Aber die Plätze zu meiner Rechten oder Linken habe ich nicht zu vergeben; sie gebühren denen, für die sie von meinem Vater bestimmt sind“. Als die übrigen Zehn das hörten, wurden sie unwillig über die beiden Brüder. Jesus rief sie darum zu sich und sprach: „Ihr wisst, die Fürsten der Völker gebieten über ihre Untertanen und die Großen üben Gewalt über sie aus. Unter euch soll es nicht so sein; wer vielmehr unter euch groß werden will, der sei ein Diener und wer der Erste unter euch sein will, der sei ein Knecht. Auch d...

Die Frage nach der Steuer

Die Gesetzlehrer und die führenden Priester ließen Jesus nicht mehr aus den Augen. Sie schickten Spitzel zu ihm, die so tun sollten, als ob es ihnen nur um die gewissenhafte Befolgung des Gesetzes ginge. Die sollten Jesus bei einen verfänglichen Wort ertappen, damit sie ihn an den Römischen Statthalter ausliefern könnten. Diese Leute legten Jesus die Frage vor: „Lehrer, wir wissen, daß du die richtige Lehre hast. Du lässt dich auch nicht von den Menschen beeinflussen, selbst wenn sie noch so mächtig sind, sondern sagst uns klar und deutlich, wie wir nach Gottes willen leben sollen. Sag uns: Ist es uns nach dem Gesetz Gottes erlaubt, dem römischen Kaiser Steuer zu zahlen, oder nicht?“ Jesus durchschaute ihre Hinterlist und sagte zu ihnen: „Zeigt mir eine Silbermünze her! Wessen Bild und Name ist denn hier aufgeprägt?“ – „Das Bild und der Name des Kaisers“, antworteten sie. Da sagte Jesus: „Dann gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört – aber gebt Gott, was Gott gehört!“ So konnten si...

Jesu Gehorsam

1.  Wie sehr Jesus den Gehorsam liebt. Sofort bei seinem Eintritt in die Welt opfert er sich seinem Vater auf, um ihn durch seine Unterwerfung zu ehren. „Einen Leib hast du mir gegeben, und ich habe gesagt: Siehe ich komme; ich werde in allem deinen heiligen Willen erfüllen. Dieses Gesetz ist in meinem Herzen tief eingeprägt.“ Er spricht zu seinen Aposteln von einer Nahrung, die sie nicht kennen, welche ihm aber nie mangelt: es ist dies der Gehorsam gegen den Willen seines Vaters. Er versichert uns, daß er nur deshalb vom Himmel gekommen ist, um zu gehorchen. Er stellt diese Tugend als den Prüfstein wahrer Heiligkeit und als die sichere Bürgschaft für die Aufnahme in den Himmel hin. Wenn ich sie übe, wird er mich lieben wie seine Mutter; alle seine Gnaden werden mir zuteil. 2.  Wie Jesus den Gehorsam übte. Seinem Vater gehorchte er immer und in allem; seinen Eltern war er 30 Jahre hindurch gehorsam; während seines Leidens unterwarf er sich sogar se...

Über die Armut Jesu

Eine Meditation der hl. Bernadette Soubirous: Die Armut muss nicht nur hinderlich sein, sondern auch kreuzigend. Jesus wählte als seine Bequemlichkeiten das Geringste aus, was es auf der Erde gab: das Stroh, um seinem noch schwachen und zarten Körper Erleichterung zu verschaffen. Wenn er eine Vorliebe gehabt hat, so immer für das Leiden und bei mir im Gegenteil für die Bequemlichkeiten, das Wohlbehagen; das ist daraus geworden. Von heute an will ich mit Hilfe Deiner Gnade in Deinen Spuren gehen. Leiden, mich besiegen und allem absterben, was Du nicht bist, um für Jesus zu leben, mit Jesus und in Jesus. Ich werde also ganz Jesus gehören, dass er mir gnädig sein wird, vereint mit Jesus zu sterben. Quelle: Notizbuch mit ganz persönlichen Aufzeichnungen, von Bernadette Soubirous

Jesus, Du liebender Sohn der Jungfrau Maria

Du hast in der Verborgenheit zu Nazareth Maria ständig geschaut; Deine Kinderaugen haben sie immer wieder neu entdeckt. Du wurdest nicht müde, sie staunend zu betrachten und aus ganzem Herzen zu lieben: Hilf uns, Deine Mutter zu betrachten, Tag für Tag ihre Reinheit und Heiligkeit tiefer zu erfassen, um ergriffen zu werden von ihrer ganz innerlichen, vergeistigten Schönheit. Gib uns Augen, die diese gnadenerfüllte Schönheit der Seele zu sehen verstehen, die so einfach, so tief, so gerade, so liebend ist. Gib, daß unsere liebende Schau ihr Bild tief in uns einpräge. Gib das die Betrachtung Mariens unser Herz umwandle; daß der Anblick ihrer Heiligkeit uns lehre, einzig für Gott zu leben; daß der Anblick ihrer Reinheit uns Abscheu vor jede Sünde einflöße; daß Anblick ihrer Güte uns geduldiger, verstehender, hochherziger mache; daß der Anblick ihrer Liebe uns zu gänzlicher Hingabe an Gott und den Nächsten dränge! Quelle: Maria sei gegrüßt – J. Galot SJ – Johannes-Verlag, ...

Der wohnungslose Gott

Der wohnungslose Gott    „Sie hatten keinen Raum.“  Lukas 2, 1-7.  Damit fing es an, und immer wieder ist es dabei geblieben. Wer wollte schon zusammenrücken oder gar sein Zimmer mit einem anderen teilen, nur damit ein paar Zuspätgekommene es sich gemütlich machen konnten? Denen, die noch ein Platz gefunden hatten, mögen die Neuankömmlinge sogar Leid getan haben, aber warum sollte gerade sie sich einschränken? Mal abwarten – vielleicht gab es andere, die sich kümmern würden, und ganz schlimm konnte es wohl auch nicht werden. In Betlehem war kein Zimmer frei. So ging es auch weiter. Schon bald folgte die Flucht. Im Herrschaftsgefüge der römischen Provinz Judäa war kein Platz für einen, der in späteren Jahren würde Unruhe stiften können. Schließlich war der König Herodes verantwortlich für Ruhe und Ordnung. Da genügte der Verdacht auf mögliche Störung, um sofort und mit aller Härte die eigene Macht zu demonstrieren. Für fromme Idealisten war kein Platz. Hier n...

Das Leben Jesu Christi – Ein Vorbild

  So [ist es] immer dasselbe, ein einziger Gegenstand, der Heilige Wille seines Vaters; dies ist sein Gesetz, sein Leben; denn indem er ihn erfüllt, verschafft er die Ehre seines Vaters. Und ich muß mich sehr von diesen Grundsatz durchdringen [lassen], daß alles darin besteht, Gottes heiligen Willen zu tun. Dies ist nicht genug; man muß soweit kommen, daß man praktisch über allem diesen heiligen Wille Gottes liebt. Quelle: Notizbuch mit ganz persönlichen Aufzeichnungen von der hl. Bernadette Soubirous

Das verborgene Leben Jesu in Nazareth

„Das verborgene Leben Jesu in Nazareth“ ist unendlich reich an Inhalt, so wenig leblos und tatenlos als der Ozean in Stunden scheinbarer Ruhe. Was ist der Blumenschmuck der Fluren von Nazareth gegen jenen Frühling heiliger Gesinnung, großer Heilsgedanken, ununterbrochener Gebete, gottmenschlicher Opfer und Verdienste! Was ist die abwechslungsreiche, quelldurchrauschte Landschaft von Nazareth gegen dieses Leben mit seinen Hochgebirgen von Anbetung, mit einen Abgründen der Demut und Selbstverleugnung, mit seinen Süßquellen der Freuden und seinen bitteren Meeren der Leiden, mit einen ewig blauen Himmel und seiner still hineinglänzenden Gottesglorie!   Schon ins schlichte Gewebe kindlichen Daseins, in das raue Zelttuch eine armen, arbeitsreichen Lebens stickt sich überall der messianische Goldfaden, der blutrote Faden des Opfers ein.   O wundervolles Leben Jesu – in 30 verborgenen Jahren! Quelle: Sonne Dich