Ich bin NICHT Charlie? Was bin ich dann? Der schreckliche Anschlag, der am 7. Januar von muslimischen Extremisten gegen die Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ ausgeübt wurde, hat im Verbund mit weiteren Terroranschlägen eine ungeheure Erregung ausgelöst und ist zu Recht auf weltweite Ablehnung gestoßen. Man sprach sogar von einem „französischen 11. September“. Unmittelbar nach dem Geschehen hat der Journalist Joachim Rancin mit typisch französischer Behendigkeit und Kürze die allgemeine Ablehnung in drei Wörtern zusammengefasst: „Je suis Charlie“ (Ich bin Charlie). Und die Franzosen wurden aufgerufen, sich mit diesem Satz zu identifizieren und ihn während der landesweit für die am 10. und 11. Januar stattgefundenen Demonstrationen zur Schau zu stellen, um auf diese Weise ihre Ablehnung des Verbrechens und ihre Solidarität mit den Opfern zum Ausdruck zu bringen. Dennoch sind bei dem Satz gewisse Einschränkungen geltend zu machen, da er nur auf einen einzelnen Aspekt der Vorf...
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