„Stelle dich vor dem Beten lebhaft in Gottes Gegenwart.“ Der heilige Ignatius drückt das so aus: „Ich will ein oder zwei Schritte vor dem Orte, an dem ich meine Gebete verrichten will, stehen bleiben, ein Vaterunser lang mein Gemüt zu Gott erheben und erwägen, wie Gott, unser Herr, auf mich hernieder sieht, und dann einen Akt der Ehrfurcht und der Verdemütigung machen.“ Alle Geisteslehrer betonen diese Vergegenwärtigung Gottes am Anfang des Gebetes, aber keiner beschreibt es uns so praktisch wie der Meister der Exerzitien. Es ist, als ob wir dem Betrachtenden zuschauen könnten: Da begibt er sich zum Gebete, wir sehen das Zimmer, den Betschemel, der vor ihm steht – ein oder zwei Schritte – der Beter; langsam erhebt er seinen Geist zu Gott, in einem lebendigen Glaubensakte versetzt er sich in die Gegenwart Gottes, schaut ihm, wie er ins Herz sieht. Das alles während der Dauer eines Vaterunsers; dann macht er eine Verneigung voll Ehrfurcht, voll Demut. Und was er dab...