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Posts mit dem Label "Hl. Theresa von Avila" werden angezeigt.

Erfreuen

Es kommt nicht darauf an, viel zu denken, sondern viel zu lieben. Darum tut das, was am meisten Liebe in euch erweckt. Aber vielleicht wissen wir gar nicht, was Liebe ist? Das würde mich nicht wundern. Liebe besteht nicht in dem größeren Genuss, sondern in der größeren Entschlossenheit, Gott und den Nächsten erfreuen zu wollen. Hl. Teresa von Ávila Quelle: Einkehr für die Seele St. Benno-Verlag, Leipzig

Das ist der Segen des Lebens nach innen.

Eine alte Erzählung macht ihn anschaulich. Ein Gottesgelehrter suchte zu seiner eigene Vervollkommnung einen Seelenführer und Gewissensrat. Nach langem Suchen fand er ihm eines Tages an der Türe einer Kirche in der Person eines von Geschwüren bedeckten Bettlers. Er sprach ihn an: Guten Tag, Bruder! Antwort: „ich habe noch nie einen schlechten gehabt.“ So möge Gott Euch einen besseren senden. „Mein Los war stets das beste.“ Wie ist das möglich? Ihr seid ja bedeckt mit Wunden und Geschwüren? „So ist es, aber die Güte Gottes hat es mir gesendet; wenn die Sonne scheint, freue ich mich der Sonne; wenn es stürmt, so ergötze ich mich am Sturm, denn Gott sendet ihn.“ „Wer bist du? Ich bin ein König.“ Wo ist dein Reich? „Meine Seele ist mein Königreich; da gibt es nie eine Rebellion.“ Wie gelangtest du zu dieser Herrschaft? „Ich suchte sie im Gebet und in der Betrachtung so lange, bis ich sie fand“ Und wo fandest du sie? „Ich fand sie, sobald ich mich von der Außenwelt losgeschält hatte. “ „...

Die Uhr aufziehen

Lieber Leser! Nicht wahr, du ziehst doch jeden Abend deine Uhr auf, vielleicht ganz mechanisch, gedankenlos; es ist eben eine gleichgültige Handlung. Aber ist dir dabei noch nie der ernste Gedanke gekommen, dass du täglich noch eine andere Uhr aufzuziehen hast, nämlich deine Lebensuhr? Hast du das bisher getan? Und wie machst du das? Die hl. Theresia von Avila sagt: „Versprich mir, täglich eine viertelstündige Betrachtung anzustellen und ich verspreche dir den Himmel“. Das ist es, was ich meine mit dem Uhraufziehen. Jeden Abend, nach des Tages Mühe und Last, nach so vielen irdischen Sorgen und weltlichen Geschäften, sollst du einen Augenblick innehalten, in dein Inneres, in dein eigenes Ich, Einkehr halten, sollst deiner Seele ein Viertelstündchen widmen, deine Wege prüfen, ob sie vor Gott gerecht befunden werden. Also sagen wir kurz: Jeden Tag einmal die Lebensuhr aufziehen; jeden Abend das Sterbekissen zurecht legen! Du hast gewiss schon die Uhr aufzuziehen vergessen. Das...

Vollkommenheit

Wenn ein Anfänger sich bemüht, mit Gottes Hilfe zum Gipfel der Vollkommenheit zu gelangen, so geht er meines Erachtens niemals allein in den Himmel ein, sondern zieht immer auch viele andere nach sich. (Hl. Theresa von Avila [1515-1582]) Quelle: Das Wort Gottes für jeden Tag – Lesungen des Tages und Impulse zum gelebten Glauben – St. Benno-Verlag, Leipzig