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Posts mit dem Label "Christliches Leben" werden angezeigt.

Osterbotschaft

Leben, das wollen wir alle. Schon ein griechischer Philosoph sagte: Alle streben nach Leben. Wir Men- schen suche Leben, solange wir sind. Wir hungern nach erfüllten, gelungenen Leben. Manchmal ist der Hunger sogar so groß, dass die Lebenssuche zur Sucht werden kann, die uns raff- gierig und rücksichtslos werden lässt. Sie kann dann auch Leben und Lebendigkeit kosten: Wenn wir etwa voller Leben und Lebendigkeit kosten: Wenn wir etwa voller Stress dem Leben hinterherjagen, weil wir glau- ben, etwas zu versäumen, und wir dabei keine Zeit mehr haben für den Nächsten, für Gott, für uns selbst. Aus der Sucht nach dem Leben kann auch Frust, Überdruss und Ekel am Leben, ja Zerstörungswut wer- den. Die Osterbotschaft spricht von einer anderen Wei- se von Leben: In Jesus Christus selbst ist das Leben. K. K. L. Quelle: Einkehr für die Seele – St. Benno-Verlag, Leipzig

Die Beispiele der Heiligen

Die Lebensgeschichte Jesu Christi und der Heiligen fleißig lesen und die religiösen Wahrheiten fleißig betrachten! Die Beispiele der Heiligen spornen uns mächtig an zu deren Nachahmung. Wir sprechen dann ähnlich wie der hl. Augustinus: „Konnte es dieser oder jener, warum nicht auch du, Augustinus? Der hl. Ignatius von Loyola wurde durch das lesen der Lebensgeschichte Christi und der Heiligen ganz umgeändert. Die Heiligen lasen gerne die Lebensgeschichte heiliger Personen und ahmten deren Beispiele nach. „Sie machten es wie der Maler, der sich den Gegenstand oft ansieht, bevor er ihn abzeichnet.“ (Hl. Basilius) - „Sie glichen den Bienen, die aus vielen Blumen den Saft saugen, bevor sie den Honig bereiten.“ (Hl. Gregor der Große) - „Namentlich sollen wir mehr die Lebensgeschichte der Heiligen unseres Standes lesen, weil diese für uns am nützlichsten sind“ (Hl. Franz von Sales) - „Das Leben und die Beispiele der Heiligen sind das praktische, d. i. das angewandte Evangelium.“ (Hl. F...

Mensch und Natur

Von Dr. Ingeborg Zengerer „Gott vergibt immer, Menschen manchmal, die Natur nie“, zitierte Papst Franziskus bei der UN-Ernährungskonferenz in Rom einen Ausspruch der Bewohner der Salomon Inseln und fügte hinzu: „Wir müssen uns um die Natur kümmern, damit sie nicht mit Zerstörung antwortet“ (grenzecho.net). Bereits die ersten Worte sind anfechtbar, denn „jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden, aber die Lästerung gegen den GEIST wird nicht vergeben . . ., weder in dieser noch in der zukünftigen Welt“ Mt 12, 31f). Davon abgesehen, genügt es nicht, sich einfach um die Natur zu kümmern, wenn dies nicht in Übereinstimmung mit GOTTES Willen geschieht.  GOTT hat zwar den Menschen nach SEINEM Abbild geschaffen, auf dass er über die Erde herrsche (Gen 1, 26ff.), aber unter der Voraussetzung, dass er seinerseits dem SCHÖPFER gegenüber gehorsam sei. Der Mensch aber hat sich gegen GOTT  aufgelehnt, wodurch sich sein Verhältnis zur Natur änderte (Gen 3)....

Der eine trage des anderen Last . . .

Bleibe ruhig und rege dich nicht auf weder über eigene noch fremde Fehler! Das sind zumeist Schwachheiten, Oberflächlichkeiten, Nachlässigkeiten – selten Bosheiten. Aber freue dich über alles Gute, das du an dir oder anderen findest und danke Gott dafür! Nur ja niemanden grundlos oder gar mit Absicht wehe tun! . . . Um Gottes Willen nicht! . . . Nur ja  niemals absichtlich! . . . Was wir sind, wie wir sind – was wir tun, wie wir es tun: alles muss anderen nützen, nichts darf anderen schaden. Nicht nur nicht wehe tun dürfen wir Menschen uns gegenseitig, sondern wohltun sollen wir einander. „Der eine trage des anderen Last, und so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen“, sagt der hl. Paulus. - Mit der Erfüllung dieses Gesetzes Christi will ich heute entschieden beginnen. „So spricht der Herr der Heerscharen: Gerechtes Urteil fället, Liebe und Barmherzigkeit übet, ein jeglicher mit seinem Bruder.“ (Zach. 7, 9.) Quelle: Weggeleit – P. Jakob Koch S...

Gutes tun

Wer gerne  tut, was anderen Freude macht, erreicht, dass andere tun, was ihm Freude macht.  Das Beste, was wir auf der Welt tun können, ist: Gutes tun, fröhlich sein und die Spatzen pfeifen lassen. Wenn ihr betet, wachsen aus zwei Körnern vier Halme. Unter Gebet versteht man alles, was unser Herz zu Gott erhebt.  Ich verrichte jede Arbeit so, als sei sie die letzte in meinem Leben; ich arbeite aber so, als würde ich noch sehr lange leben. Hl. Johannes Don Bosco Quelle: Einkehr für die Seele – St. Benno-Verlag, Leipzig

Gesundes Fasten

Was nun Fasten und Abstinenz betrifft, so wäre ich dafür, Sie würden sich für den Dienst unseres Herrn Ihre Körper- kräfte gesund erhalten und noch stärken, anstatt sie zu schwächen... Da Sie mit Leib und Seele Ihrem Schöpfer und Herrn gehören, müssen Sie für das Ganze gute Rechenschaft ablegen können und dürfen deshalb nicht die leibliche Gesundheit schwächen. Denn ist einmal der Leib geschwächt, so kann die Seele ihre Tätigkeit nicht mehr frei entfalten. Gewiss lobe ich für eine gewisse Zeit das Fasten und die Abstinenz und freue mich darüber. Aber auf längere Zeit kann ich es nicht billigen. Hl. Ignatius von Loyola Quelle: Einkehr für die Seele – St. Benno-Verlag, Leipzig

Heiliges Leben

„Umgürtet euch also im Geiste, seid nüchtern und setzt eure ganze Hoffnung auf die Gnade, die bei der Offenbarung Jesu Christi euch zuteil werden soll. Als gehorsame Kinder lasst euch nicht wie früher zur Zeit der Unwissenden von euern Begierden leiten; seid vielmehr heilig in eurem ganzen Wandel, wie der heilig ist, der euch berufen hat. Es steht ja in der Schrift: „Seid heilig, weil ich heilig bin.“ Wenn ihr den als Vater anruft, der ohne Ansehen der Person jeden nach seinen Werken richtet, so wandelt in Furcht, solange ihr noch hienieden in der Fremde weilt. Ihr wisst ja, dass ihr nicht mit vergänglichen Werten, mit Gold und Silber, von eurem verkehrten, von den Vater ererbten Wandel erlöst seid, sondern durch das kostbare Blut Christi als des Lammes ohne Fehl und Makel. Ausersehen war er schon vor Erschaffung der Welt. Erschienen ist er aber erst am Ende der Zeiten um euretwillen. Durch ihn seid ihr zum Glauben an Gott gekommen, der ihn von den Toten auferweckt und verhe...

Frage und Antwort

Der Mensch ist eine Frage – Christus ist die Antwort.  Das Menschenleben ist ein Rätsel – Christus ist die Lösung. Das Leben auf Erden ist eine Not – Christus ist die Hilfe Ohne Christus sind wir ohne Weg, ohne Wahrheit, ohne Leben. „Wenn aber Christus Weg, Wahrheit und Leben ist, dann ist der Teufel der Abgrund, die Luge, der Tod.“ Und darum: Wer Christus folgt, der steht und geht nie in Finsternis, sondern ist immer umflutet von göttlichem Licht. Daher die Sicherheit im Handel und Wandel der echten Christen. Daher auch die Unsicherheit und Unstetigkeit der anderen, die sich nicht von Christus führen lassen. Von wem lässt du dich führen ? Habe Dank o lieber Herr, für deine Lehre die mir jeden ernsten Zweifel löst, für Dein Beispiel, das mich sicher führt, für Dein Leiden, in dem ich alle nötigen Gnaden finde! HABE DANK! „Wandelt als Kinder des Lichtes.“  (Eph. 5, 8.) Quelle: Weggeleit – P. Jakob Koch SVD – St. Gab...

Christus ist das Licht der Welt

Christus ist das Licht der Welt und der Wendepunkt der Zeit. Dafür wurde er geboren, dafür hat er gelebt, dafür ist er gestorben. Das Licht der Welt. Er sollte die Wahrheit bringen und uns alle Fragen, die Wert und Bedeutung für unser Leben und Sterben haben, beantworten. Er sollte die großen Rätsel lösen nach dem Woher und Wohin des menschlichen Lebens, nach dem Leid und Weh der Erde, nach der Tilgung bzw. Erlösung aller Schuld... Weder wusste die alte heidnische noch die moderne Wissenschaft eine befriedigende Antwort auf diese wichtigsten Menschheitsfragen zu geben. Christus hat all diese Fragen ganz klar beantwortet: Er ist das Licht der Welt. Christus ist der Wendepunkt der Zeit. Vor ihm müssen alle Menschen einmal stehen und sich für oder wider ihn erklären, ob sie vor ihm die Knie zur Anbetung beugen oder sein Gericht über sich ergehen lassen wollen. - Du glaubst an Christus; du musst fester an ihn glauben. Du musst deutlicher und lauter dich für ihn erklären. Du ...

Liebe zur Einsamkeit

Wenn bei der Taufe Jesu gleichsam die äußere Einführung ins Lehramt stattfand, so wurde hier die innere vollzogen. In der Gebets-, Buß, und Kampftüchtigkeit besteht die Rüstung des Starken. Christus selbst gibt uns ein Beispiel. Christus entfloh in die Einsamkeit, bald auf einen Berg (Joh. 6, 15), bald in die Wüste (Luk. 5, 16), bald auf den Ölberg (Joh. 22, 39), und brachte diese Zeit im Gebete zu. Bis zu seinem 30. Lebensjahr lebte Christus beständig in der Verborgenheit. Wir wissen auch, dass sich heilige Männer oft in die Einsamkeit zurückgezogen und hier geistliche Übungen verrichteten.  So tat es der hl. Ordensstifter Benedikt, er lebte drei Jahre in einer Höhle im Gebirge. Der hl. Ignatius v. Loyola verbrachte längere Zeit in der Grotte von Manresa. Auch der hl. Apostel Paulus ging nach seiner Bekehrung nach Arabien (Gal. 1, 17) in die Einsamkeit der Wüste. Die jetzt verkannt und verborgen in Gott leben, werden einst in Herrlichkeit strahlen. „Das eins...

Wenn jeder das Seine täte...

Wenn jeder das Seine täte, es ginge uns besser auf Erden. Hielte jeder sein Leben sauber und rein - welche Ehre für Gott – welcher Segen für die Menschheit! Wäre das eigene Herz frei von falschem Argwohn, von Abneigung, von Verachtung, von Zorn, von Haß es gäbe keinen Platz auf Erden für: Unfrieden, Zwietracht, Feindschaft, Krieg... Herrschte paulinische Liebe (1 Kor. 13) all überall in Gedanken, Worten, Werken, ginge kein Armer unbeschenkt von deiner Tür, kein Mensch ungesegnet an dir vorüber. Ja, es wäre schön auf Erden.  Kehrte jeder gründlich und gut vor der eigenen Tür blank wäre die Straße, und Ordnung schaute überall heraus. „Den Nebenmenschen nicht zu richten, sondern sich selbst, das ist der Anfang zum Weltfrieden.“ Schließlich hat jeder Mensch nur einen Verbrecher zu suchen und zur Verantwortung zu führen. Und das ist er ja nur selbst. Tu du heute einmal ganz das Deine! „Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: ,Laß ...

Gottesfurcht und Menschenfurcht

„Fürchtet den, der Macht hat, Leib wie Seele zu verderben in der Hölle. Ich sage euch, diesen fürchtet!“  Der Herr lehrt uns, dass wir auch den Tod nicht scheuen, dass die Furcht vor dem Missfallen der Mächtigen kein Grund sein Dürfte, feige zu schweigen, wo ein offenes Bekenntnis, ein entschiedenes Auftreten erfordert ist. Dieses Herrenwort hat ein Geschlecht von Helden geboren. In den vordersten Reihen stehen hier noch die so ängstlichen Apostel selber. Wie furchtlos treten sie später auf, ein Petrus und Andreas, vor Synedrium und Königsthron, freudig bereit, für Christus zu leiden und zu sterben. Es folgt die Heldenzeit der Märtyrer, über deren Geschichte man als Motto gerade dieses Wort des Meisters setzen könnte. Aber das Geschlecht stirbt nicht aus. Es lebt fort in den Päpsten von den ersten Bekennern bis auf Gregor VII., bis auf Papst Pius VI. und VII., die auch dem allgewaltigen Korsen fest und ruhig gegenübertraten, bis auf Pius IX. und sein mutiges:  „No...

Paulus und du!

Während noch die vom Blute des Erzmärtyrers Stephanus geröteten Steine vor den Toren Jerusalems lagen, verwandelte Saulus mit dem Hohen Rat. Dann bestieg er mit seinen Begleitern die Pferde und sprengte mit fliegender Eile nach Damaskus. Nur ein Gedanke, ein Ziel verfolgte er: Die Nazarener müssen vom Grund aus vernichtet werden. Saulus war ein Mann, dessen Charakter keine Halbheiten ertragen konnte. Dem, der Herzen und Nieren erforscht, den er verfolgte, dem war der blinde Stürmer mit seiner ehrlichen, aufrichtigen Gesinnung dennoch wertvoll, lieb und teuer. Voll unendlicher Liebe, erfüllt von unergründlicher Barmherzigkeit, wollte er ihn gürten mit den Banden der Liebe, der Leiden und der Gnade. Der Verfolgte, der von Saulus Verhasste wollte ihn für seine Sache umformen, umbilden, arbeiten sehen. „Saulus, Saulus, warum verfolgst du mich?“ Heilands-, Erlöserworte! Wie Hammerschläge fallen sie auf Saulus ein. Vom wunderbaren Glanze göttlicher Herrlichkeit an seinen Augen geblendet, ...

„Was wächst, macht keinen Lärm“

                 (Kloster Beuron) „Ruhig willst du werden? Werde Stark! Nur die Starken sind ruhig.  Mit den Schwachen spielt der Wind. Und lebendig willst du sein? Schaffe still! Nur durch viel innerliches Ringen wird die Seele reich an Leben, an schöpferi- schem Leben.“ Und wachsen willst du und groß und grö- ßer werden? Merke dir: Nur Geschaffenes wachsen, Gott ist immer Groß. Aber nur der Mensch, der aus sich etwas machen will, der groß und größer werden will vor der Erde, braucht den Lärm, weil man ihn sonst nicht sieht und nicht beachtet. Groß scheinen will er vor der Welt. Darum braucht er Reklame, Licht und Lärm. Lohnt sich das? Du willst wachsen und groß werden vor Gott. Dazu brauchst du keine Reklame, kein Licht, keinen Lärm. Werde nur klein vor den Menschen und dir! Tu deine Pflicht so ganz still, so ganz treu! So wächst du vor Gott. ...

Nächstenliebe

Nicht der Name macht die Würde des Christen aus. Es hilft den Christen nichts, Christ zu heißen, wenn er es nicht auch durch seine Werke zeigt. Der Mensch ist nicht zu beurteilen nach dem, was er weiß, sondern nach dem, was er liebt. Nur die Liebe macht ihn zu dem, der er ist. Herr, gib mir die Kraft, alles zu tun, was du verlangst. Dann verlange von mir, was du willst. Wir müssen unsern Nächsten lieben, entweder weil er gut ist oder damit er gut werde. Hl. Augustinus Quelle: Einkehr für die Seele – St. Benno-Verlag, Leipzig

Apostolat: unsere Aufgabe

„Es ist Idee und Aufgabe der katholischen Kirche, nach allen Seiten Raum und Zeit zu umspannen, um dadurch auch die Mission in allen Gegenden der Erde nach Kräften zu unterstützen. Es ist die Schuld der Mitglieder der Kirche, dass unsere heilige Religion noch nicht die Verbreitung erlangt hat, die sie in der Tat haben soll.“                              (P.A. 1876) Jedem Menschen, den Christus durch die Taufe in sein Reich beruft und zur Teilnahme am allgemeinen Priestertum befähigt, legt er auch die Pflicht auf, mitzuhelfen, dass der Gedanke an die Erlösung durch Christi durch Christi Kreuz und die Heiligung durch seine Gnade in aller Welt aufleuchte und bekannt werde. Wie schwer muss darum einen jeden die Verantwortung drücken, wen in seiner nächsten Umgebung in religiöser Beziehung alles wüst und leer ist. „Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird selig werden. Wie aber werden sie, die Heid...

„Zurückgewichen bin ich nicht!“

„Retrorsum non abii“ (Is. 59, 5) Dieses Wort legt die heilige Kirche dem leidenden Heiland zu Beginn (am Montag) der Karwoche in den Mund. Er spricht darin seine Bereitschaft aus, immer und überall dem Willen seines Vaters zu folgen, mag es auch noch so schwer sein. Wäre das nicht ein Gedanke für uns – für unsere Seele, die Gott gehört, die von ihm ausgegangen ist, die zu ihm zurückkehren muß?  Meine Seele – mein Leben soll vorwärts gehen: - vorwärts zu Gott, nicht rückwärts zur Sünde! – Vorwärts zum Sieg, nicht rückwärts zum Zagen! – Vorwärts zur Arbeit, nicht rückwärts zum Klagen! Jeder Tag – auch der heutige, soll für uns ein Höhepunkt sein, - ein Anfangspunkt eines neuen, besseren Christenlebens, von dem aus es niemals rückwärts oder abwärts, sondern immer vorwärts, immer aufwärts gehen soll ... Wie würde es sein, wie müsste es werden, wenn wir uns immer, jeden Tag von neuem sagen würden, sagen könnten, ohne Lüge, ohne Verdrehung: Zurückgewichen bin ich nic...

Liebe zum Kreuz

Merkwürdig! Solange Maria und Josef nach ihrer Vermählung allein lebten, war ihr Leben wohl arm. Aber ruhig und ohne Leid. Kaum jedoch tritt das Gotteskind in Sicht, da melden sich Unruhe, Leid und Kreuz. Denken wir nur an Bethlehem, an Ägypten, an den verlorenen Jesusknaben im Tempel, an die Nachstellung während der Lehr- und Wanderjahre, an das Kreuz auf Golgotha. Es ist wirklich so: Jesus kommt nie gern allein. Er fühlt sich gleichsam nur wohl, wenn in seiner Umgebung sich auch Leid und Kreuz zeigen.  Was Jesus so wohlgefällt, darf uns das schrecken? Wahre Liebe zum Gekreuzigten ohne Liebe zum Kreuz ist nicht denkbar. Je mehr Verdemütigung und Leiden, desto mehr Glorie im schönen Himmel. (Nach P. Wegener) Quelle: Weggeleit – P. Jakob Koch SVD – St. Gabriel-Verlag, Wien

Am Heiligtum der Familien!

„Nein, der Messias feiert nicht während seines langen Aufenthaltes in Nazareth. - Er ist voll und ganz an der Arbeit. Er kam, um das Heiligtum des Reiches Gottes auf Erden aufzurichten. Da baute er zuerst am Heiligtum der Familie. - Er kommt, um den Menschen zu beglücken und zu beseligen. Da wendet er seine erste Sorge der Familie zu; denn sie ist die Lebenswurzel der Menschheit, die Lebenszelle der Gesellschaft, der Kirche und des Staates. Das Christentum ist aus der Familie herausgeboren, damit die Familie aus dem Christentum neu geboren werde, wie der erste Segen des Schöpfers der Familie galt.“ (1. Mos. 1, 28.) (Bischof von Keppler) Jede Familie sollte sein: ein Heiligtum, ein Tempel des Heiligen Geistes, wo nach den Worten des Apostels „ein auserwähltes Geschlecht, ein heiliges Volk, ein königliches Priestertum“ ( 1. Petr. 2, 9) wohnen soll. - Glücklich die Familie, von der man auf die Frage: Was herrscht hier für ein Geist? Sagen kann: Der Heilige Geist! - Wo sind dein V...

Der Gott des menschlichen Herzens

Lassen sie den Herzen einen weiten Horizont und engen Sie es nicht zu sehr ein durch Wünsche nach Vollkommenheit. Da genügt ein (einziger) guter, entschlossener, sehr beständiger Wunsch ... und der muß mit dem Wasser de heiligen Gebets oft begossen werden. Wir müssen sehr sorgsam darauf achten, diesen Wunsch in unserem Garten zu hegen, denn er ist der Baum des Lebens.  Aber es gibt gewisse Wünsche, die das Herz tyrannisieren, sie wollen, dass nicht unsere Pläne durchkreuze, dass wir in keine Finsternisse geraten, sondern alles im vollen Licht des Mittags liege; sie möchten was unsere Übungen angeht, nur Angenehmes, ohne Widerwillen und Widerstand, ohne Zerstreuungen. Und wenn uns eine innere Versuchung überkommt, sind diese Wünsche nicht damit zufrieden, dass wir nicht zustimmen, sondern möchten, dass wir die Versuchung überhaupt nicht merken.  Solche Wünsche sind so empfindlich, dass sie nicht damit zufrieden sind, wenn man uns saftige und nahrhafte Speise vo...