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Posts mit dem Label "Jesus Christ" werden angezeigt.

Erhebe dich, christliche Seele!

Aus einer Predigt des heiligen Bonaventura: Damit aus der Seite des am Kreuze schlafenden Christus die Kirche gegründet und die Schrift erfüllt werde, die da sagt:  „Sie werden hinschauen auf jenen, den sie durchbohrt haben“, ließ es der göttliche Ratschluss geschehen, dass ei- ner der Soldaten mit einer Lanze jene heilige Seite öffnete, damit Blut und Wasser als preis unseres Heils herausströme. Aus dem Geheimnis des heiligsten Herzens entflossen, soll- te es den Sakramenten der Kirche die Kraft verleihen, das Leben der Gnade zu vermitteln. Denen aber, die schon in Christus leben. Sollte es ein Becher sein, gefüllt mit dem lebendigen Wasser, das sprudelt zum ewigen Leben.  Erhe be dich, christliche Seele, höre nicht auf zu wachen, hier trinke und schöpfe aus den Quellen des Erlösers! Quelle: Gebet- und Gesangbuch für das Bistum Limburg, Frankfurt am Main 1957, S. 890

„Zurückgewichen bin ich nicht!“

„Retrorsum non abii“ (Is. 59, 5) Dieses Wort legt die heilige Kirche dem leidenden Heiland zu Beginn (am Montag) der Karwoche in den Mund. Er spricht darin seine Bereitschaft aus, immer und überall dem Willen seines Vaters zu folgen, mag es auch noch so schwer sein. Wäre das nicht ein Gedanke für uns – für unsere Seele, die Gott gehört, die von ihm ausgegangen ist, die zu ihm zurückkehren muß?  Meine Seele – mein Leben soll vorwärts gehen: - vorwärts zu Gott, nicht rückwärts zur Sünde! – Vorwärts zum Sieg, nicht rückwärts zum Zagen! – Vorwärts zur Arbeit, nicht rückwärts zum Klagen! Jeder Tag – auch der heutige, soll für uns ein Höhepunkt sein, - ein Anfangspunkt eines neuen, besseren Christenlebens, von dem aus es niemals rückwärts oder abwärts, sondern immer vorwärts, immer aufwärts gehen soll ... Wie würde es sein, wie müsste es werden, wenn wir uns immer, jeden Tag von neuem sagen würden, sagen könnten, ohne Lüge, ohne Verdrehung: Zurückgewichen bin ich nic...

Die Hauptsache ist immer Jesus!

Wie die Anbetung des verklärten Jesus den Mittelpunkt des Himmels, so bildet die Verehrung der verborgenen jesus den Mittelpunkt der gläubigen Erde. Die Hauptsache ist immer Jesus, „denn es ist kein anderer Name gegeben im Himmel und auf Erden, in dem wir selig werden können.“ Von unserer Stellung zu Jesus, von unserer Beziehung zur heiligen Eucharistie hängt unser religiöses Leben, hängt unser ewiges Leben ab. „Wer mein Fleisch nicht ißt , wird das Leben nicht in sich haben! “ Die heilige Hostie, die Eucharistie, ist hier die goldene Brücke, welche Gott und uns, Himmel und Erde, Zeit und Ewigkeit verbindet Man kann sich wenden, wie man will, das Herz wird ohne ihn nicht still. „Heute, wenn ihr seine Stimme höret, verhärtet eure Herzen nicht!“  (Ps. 94, 8.) „Seit fünfundzwanzig Jahren leite ich Seelen, und die Erfahrung hat mir die unaussprechliche Wirksamkeit des heiligsten Sakrament des Altares gezeigt, um die Seelen zu bewahren, zu stärken, zu ermuntern, m...

Wir kennen Jesus nicht!

„Das Grundübel unserer Zeit bezeichnen wir mit dem Satz: Wir kennen Jesus nicht, und darum lieben wir ihn nicht. - Was erzählen uns denn die heiligen Bücher von Jesus?  Sie erzählen von einer unermüdlichen Hirtensorge, die sich um jede einzelne Seele annimmt, von seinen mühevollen Wanderungen durch die sonnverbrannten Wege des Heiligen Landes. Von seinen unvergleichlich schönen Gleichnissen: vom barmherzigen Samaritan, vom guten Hirten, der das verlorene Schäflein sucht, von der armen Frau, die eine Drachme verloren hat, von den verlorenen Sohn und dem Vater, der ihm verzeihend und freudig entgegengeht und ihn aufnimmt. Alles Herz Jesu Bilder von unvergleichlicher Schönheit, durch die der göttliche Heiland uns einen Blick in sein erbarmungsvolles Herz machen lässt. Denkt an das Goldene Wort: Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren war. Die Evangelisten erzählen aber auch von den größten Beweisen der Liebe des Herzens Jesu: von der Einsetzung de...

Zurück zum Gekreuzigten auf Golgotha!

Wer spricht so? Wer mahnt so eindringlich? Die Heilige Schrift, die Kirche und die Heiligen in Wort und Beispiel. Als die hl. Brigitta 10 Jahre war, hörte sie einmal in der Kirche eine Predigt über das Leiden Jesu Christi, die einen sehr tiefen Eindruck auf ihr Gemüt machte. In der folgenden Nacht hatte sie eine Erscheinung, Sie erblickte den Heiland am Kreuze hängend und ganz mit wunden und Blut bedeckt. Von schmerzlichen Mitleid ergriffen, rief Brigitta aus: „Ach Herr, wer hat dir das getan?“ Und sie vernahm die Antwort: „Jene sind es die mich verraten und gegen meine Liebe, die ich zu ihnen trage, unempfindlich sind.“ Seit dieser Zeit war Jesus, der Gekreuzigte, für Brigitta fast der ausschließliche Gegenstand ihrer Betrachtung; das Bild des leidenden schwebte ihr immer wieder vor Augen. Papst Pius X. hat einst ein bedeutungsvolles Wort gesprochen, würdig seines Amtes, würdig unserer bedrängten Zeitlage: „Politica nostra crux est! Unsere Politik ist das Kreuz!“...

Christus führt uns

Wenn kein Rat ist, sagen wir: Christus ist die Tür. Also gehen wir durch diese Tür. Wir werden die Wahrheit finden. Wenn die Seele hungert, sagen wir: Christus, das Brot. Wir werden also finden, was wir brauchen. Wenn die Kraft schwindet: Christus, der Weinstock. Seine Kraft ist in uns, und sie wird wachsen. Wenn es dunkel wird: Christus, das Licht. Er macht uns selbst zu einem Licht. Wenn die Angst groß ist: Christus, der Hirte. Wir vertrauen uns ihm an. Er wird uns ans Ziel führen. J. Z. Quelle: Einkehr für die Seele – St. Benno-Verlag, Leipzig

Jesu kühne Liebe

Jesu Liebe gegen die Armen Sünder ging gewiss weit, sie war weitherzig genug. Dass er aber einen Mann von so verachteten Stande in seine nächste Umgebung aufnehmen wollte, ja zum Apostel auserwählte, das war nicht nur eine weitherzige Liebe, das war eine kühne Liebe; denn Jesus tat damit einen kühnen, ja, wie wir sonst gerne sagen, einen gewagten Schritt – so ganz und gar eingerosteten Vorurteilen ins Gesicht schlagen – dazu gehört nicht bloß eine große, sondern geradezu eine kühne Liebe. O Jesus, unendlich gütiger, aber auch unendlich weiser und barmherziger Erlöser, wir können nur staunen und diese unendlich kühne Tat bewundern und uns aufrichtig darüber freuen, dass eine gediegene Frucht aus deinem Vorhaben gekommen ist. Levi wurde Mathäus, ein Apostel und ein vortrefflicher Evangelist, dessen Evangelium wir heute noch mit großer Freude und mit vielem, vielem Nutzen lesen können. Wage zur rechten Stunde auch etwas Mutiges, etwas Kühnes in deiner Liebe zu Jesus oder in der Li...

„Mein Vater, wenn es möglich ist!“

„Vater!“ – Es ist ein einziges Wort nur und doch das tiefste und inhaltreichste Gebetswort, das wir haben, das Wort „Vater!“ Kein Wort hat Jesus so oft und mit solcher Liebe und Ehrfurcht gesprochen, als das Wort „Vater!“ immer wieder: „Wusstet ihr nicht, daß ich in dem sein muß, was meines Vaters ist?“ (Lk 2, 49) – „Ich preise Dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde!“ (Mt. 11, 25) – „Vater, ich danke Dir, daß Du mich erhört hast!“ (Joh. 11, 42)  –  „Mein Vater, wenn es möglich ist!“ (Mt. 26, 39) – „Vater, in Deine Hände empfehle ich meinen Geist!“ (Lk. 23, 46). Jesus hat auch unsere Ängste und Nöte, alle unsere Bedrängnisse in sein Vatergebet mit hineingenommen. Rufen daher auch wir den Vater! Rufen wir ihn Täglich – am Morgen, am Abend. Lassen wir alle anderen Gedanken für einige Minuten fallen. Nur „Vater!“ und wieder „Vater, Du guter, Du bester, Du allerbester Vater!“ Und in unserer Seele beginnt etwas zu leuchten und lebendig zu werden: das ist die Liebe des Vat...

Die Söhne des Zebedäus

Da kam die Mutter der Söhne des Zebedäus mit ihren Söhnen zu Jesus und fiel betend vor  ihm nieder. Er fragte sie: „Was willst du?“ Sie antwortete ihm: „Lass meine beiden Söhne in deinem Reiche den einen zu deiner Rechten und den anderen zu deiner Linken sitzen“. Jesus entgegnete: „Ihr wisst nicht, um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde?“ „Wir können es“, antwortete sie ihm. Da sprach er zu ihnen: „Meinen Kelch werdet ihr trinken. Aber die Plätze zu meiner Rechten oder Linken habe ich nicht zu vergeben; sie gebühren denen, für die sie von meinem Vater bestimmt sind“. Als die übrigen Zehn das hörten, wurden sie unwillig über die beiden Brüder. Jesus rief sie darum zu sich und sprach: „Ihr wisst, die Fürsten der Völker gebieten über ihre Untertanen und die Großen üben Gewalt über sie aus. Unter euch soll es nicht so sein; wer vielmehr unter euch groß werden will, der sei ein Diener und wer der Erste unter euch sein will, der sei ein Knecht. Auch d...

„Ich kenne de Meinen“

Unser Herr sagt: „Ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich!“ „Ich kenne die Meinen!“ Wir freuen uns darüber, daß Du uns kennst! Soviel werden wir verkannt und wie verkannt! Du kennst uns gut mit unseren guten und bösen Seiten, ja wir haben auch gute Seiten, über die wir uns freuen dürfen und für die wir danken müssen. Wir leugnen sie nicht ab. – Du kennst auch unsere schlimmen Seiten und weißt sie viel besser zu entschuldigen als die Menschen. – Aber wir kennen auch Dich mit Deinem so lieben, grundgütigen Herzen. Und weil wir dich kennen, werden wir trotz unserer Schwächen und Fehler nicht irre an Dir, sondern vertrauen fest auf Dich und fühlen uns bei Dir geborgen. – Du kennst mich – das ist mein Trost.  – Ich kenne Dich – das ist meine Hoffnung und Zuversicht.  – Du – der gute Hirt! Und ich – das Schäflein Deiner Herde! – Du gibst Dein Leben für mich. – Was soll ich Dir geben? – Vielleicht heute einmal ein ganz tadelloses Tagewerk . . . „Du allein durchschaust da...

Der Erlöser Jesus Christus

Um die Menschheit durch den Kreuztod von der Sünde zu erlösen und ihr Gnade und Himmel wieder zu verdienen, wurde der Sohn Gottes Mensch. Aus Maria, der immerwährenden Jungfrau nahm er durch wunderbares Wirken des Heiligen Geistes die Menschliche Natur an. Er vereinigt also in seiner göttlichen Person die göttliche und Menschliche Natur, ist Gott und Mensch zugleich. Jesus Christus hat sich als Sohn Gottes erwiesen durch zahlreiche Wunder, durch Beweise seiner Allwissenheit und durch sein heiliges Leben. Am dritten Tag nach seinem Tod am Kreuz stand er glorreich und verklärt von den Toten auf, erschien wiederholt den Aposteln und vielen anderen Zeugen, sprach mit ihnen und gab ihnen seine letzten Weisungen. Dann fuhr er in Macht und Herrlichkeit in den Himmel auf. Er sandte vom Himmel den Heiligen Geist, der die Kirche Gottes leitet und lehrt und die Menschenseelen heiligt und stärkt. Am jüngsten Tag wird Jesus wiederkommen, um Weltgericht über die ganze Menschheit abzuhal...

Der wahre Weinstock

Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Winzer. Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt. Ihr seid schon rein durch das Wort, das ich zu euch gesagt habe. Bleibt in mir, dann bleibe ich bei euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr keine Frucht bringen, wenn ihr nicht in mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Früchte; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen. Wer nicht in mir bleibt, wird wie die Rebe weggeworfen und er verdorrt. Man sammelt die Reben, wirft sie ins Feuer und sie verbrennen. Wenn ihr in mir bleibt und wenn meine Worte in euch bleiben, dann bitter um alles, was ihr wollt: Ihr werdet es erhalten. Mein Vater wird dadurch verherrlicht, dass ihr reiche Frucht bringt und meine Jünger werdet. (Johannes 15, 1-8) ...

„Lernet von mir“

Stets hat besonders eine Stelle des Evangeliums die Aufmerksamkeit der Gelehrten und Verehrer des Herzens Jesu auf sich gezogen. Da wird gesagt, dass Jesus einmal in Zusammenhang einer Predigt über die Wichtigkeit eines unschuldigen Gemüts und der Anspruchslosigkeit im Streben nach geistigen Gütern ausrief: „Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor den Weisen und Klugen verborgen, den Kleinen aber geoffenbart hast.“ Indem er dann sein eigenes Herz als Beispiel hinstellte, das von all denen nachgeahmt werden sollte, die einen Weg für ihre Schritte suchen, schloss er seine Ausführungen mit den Worten: „Kommt zu mir alle, die ihr mühselig seid und beladen, und ich will euch erquicken. Nehmt Joch auf euch und lernet von mit, denn ich bin sanftmütig und demütig von Herzen, und ihr werdet Erquickung finden für eure Seelen, denn mein Joch ist sanft und meine Bürde ist leicht“ (Mt. 11, 25 – 30). Von unseren Herrn lernen – das ist das Hauptziel der He...

Jesu Gehorsam

1.  Wie sehr Jesus den Gehorsam liebt. Sofort bei seinem Eintritt in die Welt opfert er sich seinem Vater auf, um ihn durch seine Unterwerfung zu ehren. „Einen Leib hast du mir gegeben, und ich habe gesagt: Siehe ich komme; ich werde in allem deinen heiligen Willen erfüllen. Dieses Gesetz ist in meinem Herzen tief eingeprägt.“ Er spricht zu seinen Aposteln von einer Nahrung, die sie nicht kennen, welche ihm aber nie mangelt: es ist dies der Gehorsam gegen den Willen seines Vaters. Er versichert uns, daß er nur deshalb vom Himmel gekommen ist, um zu gehorchen. Er stellt diese Tugend als den Prüfstein wahrer Heiligkeit und als die sichere Bürgschaft für die Aufnahme in den Himmel hin. Wenn ich sie übe, wird er mich lieben wie seine Mutter; alle seine Gnaden werden mir zuteil. 2.  Wie Jesus den Gehorsam übte. Seinem Vater gehorchte er immer und in allem; seinen Eltern war er 30 Jahre hindurch gehorsam; während seines Leidens unterwarf er sich sogar se...

Über die Armut Jesu

Eine Meditation der hl. Bernadette Soubirous: Die Armut muss nicht nur hinderlich sein, sondern auch kreuzigend. Jesus wählte als seine Bequemlichkeiten das Geringste aus, was es auf der Erde gab: das Stroh, um seinem noch schwachen und zarten Körper Erleichterung zu verschaffen. Wenn er eine Vorliebe gehabt hat, so immer für das Leiden und bei mir im Gegenteil für die Bequemlichkeiten, das Wohlbehagen; das ist daraus geworden. Von heute an will ich mit Hilfe Deiner Gnade in Deinen Spuren gehen. Leiden, mich besiegen und allem absterben, was Du nicht bist, um für Jesus zu leben, mit Jesus und in Jesus. Ich werde also ganz Jesus gehören, dass er mir gnädig sein wird, vereint mit Jesus zu sterben. Quelle: Notizbuch mit ganz persönlichen Aufzeichnungen, von Bernadette Soubirous

Jesus, Du liebender Sohn der Jungfrau Maria

Du hast in der Verborgenheit zu Nazareth Maria ständig geschaut; Deine Kinderaugen haben sie immer wieder neu entdeckt. Du wurdest nicht müde, sie staunend zu betrachten und aus ganzem Herzen zu lieben: Hilf uns, Deine Mutter zu betrachten, Tag für Tag ihre Reinheit und Heiligkeit tiefer zu erfassen, um ergriffen zu werden von ihrer ganz innerlichen, vergeistigten Schönheit. Gib uns Augen, die diese gnadenerfüllte Schönheit der Seele zu sehen verstehen, die so einfach, so tief, so gerade, so liebend ist. Gib, daß unsere liebende Schau ihr Bild tief in uns einpräge. Gib das die Betrachtung Mariens unser Herz umwandle; daß der Anblick ihrer Heiligkeit uns lehre, einzig für Gott zu leben; daß der Anblick ihrer Reinheit uns Abscheu vor jede Sünde einflöße; daß Anblick ihrer Güte uns geduldiger, verstehender, hochherziger mache; daß der Anblick ihrer Liebe uns zu gänzlicher Hingabe an Gott und den Nächsten dränge! Quelle: Maria sei gegrüßt – J. Galot SJ – Johannes-Verlag, ...

Das Vaterunser ist das vollkommenste Gebet

„Als er [Jesus] einmal an einem Orte betete, sagte, als er aufgehört hatte, einer seiner Jünger zu ihm: ,Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger gelehrt hat.' Da sprach er zu ihnen: ,Wenn ihr betet, so sagt ...'.“ (Lk 11, 1-2) So beschreibt der Evangelist Lukas, wie Christus seine Jünger das Vaterunser gelehrt hat. Wir finden dieses Gebet auch bei Mathäus (Kap. 6, Verse 9-13).  Das Vaterunser, das wir auch das Gebet des Herrn nennen, erhält seine besondere Vortrefflichkeit durch seinen Autor, der nicht einfach ein Mensch oder Engel war, sondern Unser Herr Jesus Christus selbst. Das Gebet des Herrn ist das vollkommenste, denn es enthält alles, worum wir bitten wollen, sowohl in Bezug auf Gott (die ersten drei Bitten) als auch auf uns selber und unsren Nächsten (die vier letzten Bitten). Wir beginnen mit der Anrufung Gottes, Vater unser, um auf diese Weise als seine Adoptivkinder unsere Liebe zu ihm und unser Vertrauen in ihn auszudrücken und so seil Wohlw...

Auf ein Wort

Heute muss in Deutschland niemand mehr sein Leben lassen für sein Katholisch-Sein. Aber auf diesen Glauben kommt es an. Ohne ihn ist keine „Reform“ zu machen, ist kein Aufbruch möglich: Zweitausend Jahre Geschichte des Christentums lehren uns, dass nur eine Erneuerung und Vertiefung des Glaubenslebens jenes geistliche Wachstum bringt, das man sich für die Kirche in deutschen Landen wünschen kann. Es sei denn, man möchte, dass es sich noch mehr dem Lebensstil der säkularen Gesellschaft anpasst – aber diese hat mit Kirche nun einmal nichts zu tun. Die wahre Kirche Jesu Christi ist immer ein Gegenentwurf zu einer Gesellschaft, die das Evangelium hinter sich gelassen hat, sie kann gar nicht anders sein. Guido Horst, Chefredakteur des Vatican Magazins und Rom-Korrespondent der Tagespost. Quelle: Fatima Ruft – Heft 3/2011 – Nr. 214