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Kreuz und Leiden

  Kreuz und Leiden machen  uns biegsam und demütig.  Kreuz und Leiden nehmen unseren Charakter seine natürliche Herbheit, sie machen uns biegsam und demütig, mild und wohlwollend im Verkehr mit unseren Mitmenschen, feinfühlend für die Leiden anderer.  „Avoir souffert, c'est parler toutes les langues“, sagt der Franzose. Gelitten haben, heißt alle Sprachen verstehen und reden. Wer durch den Schmerz geläutert ist, kann sich leicht in anderen hineinversetzen, kann ihre Leistungen, ihre Opfer, ihren persönlichen Wert oder Unwert schätzen. Er führt die Sprache des Mitleids gegen jeden Leidenden, der liebenvollen Nachsicht gegen den Irrenden, ohne indes ihm den Schmerz zu ersparen, durch den allein er in seiner Selbsterziehung und Lebenserfahrung gefördert werden kann. Folgen wir daher starken Mutes unserem göttlichen Kreuzträger; wir sind nur so viel wert, als wir gelitten haben. „Wenn Leiden über dich kommen, so denke, daß Gott mit dem Auge eines Vat...

Was will das Kreuz, das hier am Wege steht?

Es will dem Wanderer, der vorübergeht, das große Wort der Wahrheit sagen: „Der Heiland hat für dich das Kreuz getragen!“ Was will das Kreuz . . . es will dem . . . das Große Wort der Mahnung sagen: „Dein Kreuz sollst du dem Herrn nachtragen!“ Was will das . . . es will dem . . . das große Wort des Trostes sagen: „Dein Kreuz wird dich zum Himmel trage!“  (v. Dyherrn + 29.9.1878) „In Christi Reich ist das Kreuz die höchste Besoldung.“ „Ein Lot Kreuz wiegt eine Million Gebetbücher auf.“ (Victoria Angelini) „Wegen der Güter, die ich erwarte, sind mir die Beschwerden ein Zeitvertreib.“ (Franz von Sales) „Herr, nimm das gegenwärtige Kreuz nicht von mir, es sei denn, du willst mir dafür ein größeres geben.“ (Franz Xaver) „Viele wandeln als Feinde des Kreuzes Christi.“ (Phil. 3, 18.) Quelle: Weggeleit – P. Jakob Koch SVD – St. Gabriel-Verlag – Wien '> <, � s �� �� t-family:"Bookman Old Style","serif"'>...

Der Sinn des Leidens

Die vielen Leiden, die es gibt, sind in der Hand Gottes ein Mittel uns zu strafen, uns zu warnen und unseren Blick und unser Streben nach oben zu richten. „Denn, wen der Herr lieb hat, den züchtigt er.“ (Hebr. 12, 6) Das israelitische Volk verfiel oft in Götzendienst und Laster. Da ließ es Gott zu, daß der Feind ins Land einfiel und die Israeliten hart bedrängte. Dann bekehrten sie sich wieder zu Gott. Auch den Gerechten sendet Gott Leiden. Er will sie dadurch prüfen, das heißt, er will ihnen Gelegenheit geben, ihre Tugend zu zeigen und zu üben um sich Verdienste für die Ewigkeit zu erwerben. So erhielt Job durch seine schweren Leiden Gelegenheit, daß er Geduld, Ergebung in den Willen Gottes, Gottvertrauen und Liebe zu Gott übte. Er verdiente sich dadurch einen hohen Grad der himmlischen Seligkeit. Daß Gott die furchtbaren Kriege zuläßt, ist ohne Zweifel eine Strafe Gottes für die Gottlosigkeit und Unsittlichkeit, die so schrecklich überhand genommen hat. Sie sind eine Mahnung...