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Posts mit dem Label "Katholische Lehre" werden angezeigt.

Die Hölle

Die Hölle ist der Ort der ewigen Verdammnis, der unaufhörlichen Qual und der Gott-Ferne. Die  Hölle war zu keiner Zeit so totgeschwiegen wie heute. Die größte List des Teufels ist es, uns zu überzeugen, dass es ihn nicht gibt. Jesus Christus spricht 15 mal im Evangelium von der Hölle. Die Kirche hat auf dem vierten Laterankonzil 1215 unter Innozens III.   die Existenz der Hölle und ihre ewige Dauer zum Dogma erklärt. Nicht  Gott verdammt uns, sondern wir selber verdammen uns durch unsere Sünden. Die Sünde stürzt die Seele ins Verderben. Der Stolze und Hochmütige, der nicht bereuen kann, geht am am ehesten verloren. Der Demütige am wenigsten. Im Religionsunterricht wir leider nicht mehr von der Hölle gesprochen. Nu beim Rosenkranzgebet, wenn es am Ende eines Gesätzchens heißt: „Bewahre uns vor dem Feuer der Hölle“ , hört man noch davon. Wie lange noch ? Karl Wimmer – A-4871 Zipf Quelle: „Der 13.“ - Dez. 2014

Der Wert einer Seele

Eine Seele, „Die ganze Welt wiegt den Wert einer einzigen Seele nicht auf!“  (Hl. Gregor) „Die Seele ist Gottes Ebenbild und Gottes Odem; lerne hier o Mensch, dein Würde kennen, deinen Adel!“  (Hl. Ambrosius) „Gottes Sohn hat sein Blut für dich vergossen, o Seele, so viel bist du wert! Erhebe dich, o Seele! So viel bist du wert, um solchen Preis hat er dich erkauft! Zähle die Tränen, die er geweint, die er empfunden, die Dornen, die ihn durchstochen, die Nägel, die ihn durchbohrt, die Blutstropfen, die er vergossen!! Betrachte den Galgen, an dem er gehangen, an den er seinen guten Namen geheftet, an dem er sein Leben verhaucht, sein Seele für deine Seele hingegeben hat! Alles das sagt dir, o Seele; Soviel bist du wert!“   (Hl. Augustinus) Frage dich, ob es genug ist, was du zum Heile deiner eigenen Seele, sowie der Seelen deiner Verwandten und anderen Menschen tust. Könntest du, müsstest du nicht vielleicht mehr tun? „Was nützt es dem Mensche...

Die Ungeborenen nicht übersehen

„Wir dürfen die Ungeborenen nicht übersehen. Eine Gesellschaft, die die Schwächsten übersieht, wird auf Dauer keine Zukunft haben.“ Das betont der Kärntner Bischof Alois Schwarz in einem Interview im Kärntner „Sonntag“. Bischof Schwarz bekräftigte die Kritik der katholischen Kirche am geplanten Fortpflanzungsmedizingesetz: „Ich habe ein Problem damit, wenn es heißt:  ein Recht auf das Kind mit allen Mitteln. Nicht alle Mittel dürfen erlaubt sein.“ Letztlich gehe es um das Recht des Kindes zu wissen, wer Vater und Mutter sind. Die Soziale und die leibliche Mutterschaft zu trennen, führe zu fatalen Folgen, warnte der Bischof. Quelle: „Nie wieder“ in „Der l3.“ - Januar 2015

Der Segen des Priesters - III

Unterschätze nie den Priestersegen „Wenn ein Priester segnet, segnet der Heiland!“ Ein betagter Priester sagte einmal: „Es ist mir ein großer Trost, wenn ich daran denke, dass ich in meinem Priesterleben viel gesegnet habe, gesegnet nicht nur die Meinen, sondern alle Menschen, besonders die Kranken, die Leidenden, Sterbenden, alle Ungläubigen, alle Sünder und Gefangenen, alle Gottgeweihten und Opferseelen, auch alle armen Seelen im Fegefeuer; dass ich gesegnet habe bei Tag und bei Nacht, manchmal mit letzter Kraft auf hartem Krankenlager. Ich durfte die Segenskraft auch bei mir spüren, an Leib und Seele und war immer dankbar dafür.“ Wer einmal in Rom erlebte, wie Papst Pius X. die Pilgerscharen gesegnet hat, wird das nie vergessen. Das Ausbreiten seine Arme, dieses Aufheben seiner Hände gegen den Himmel, als wolle er alle Gnaden von dort herunterholen, und dann die vielen Segenskreuze nach allen Richtungen: Das waren Augenblicke, die tief ergriffen haben.

Ich glaube an die Gemeinschaft der Heiligen

„Welchen Trost gewährt es nicht, an die außerordentliche Ausdehnung der Kirche zu denken! Da ist die unaufhörliche Wirkung jener mächtigen Sakramente und der ganz durch die täglichen heiligen Messen verklärte Planet. Da ist der Himmel, als wenn es ihm an Zeit gebräche, über und über beschäftigt mit der Fürsorge für jede christliche Seele … Maria, Engel, Heilige und leidende Seelen im Fegefeuer, alle sind rüstig am Werke. Gott ist vollauf in Anspruch genommen, als wenn seine Sabbatruhe nach der Schöpfung längst zu Ende wäre. Da gibt es Sorgen zu verbreiten, Versuchungen abzuwenden, Sünden zu vergeben, Schmerzen zu stillen, gute Werke zu unterstützen, Todkranke z pflegen …, und die hellen Haufen im Himmel sind wie die Ordensleute der Barmherzigen Brüder und Schwestern dabei beschäftigt.“ (W. Faber) „ O selige Gemeinschaft der Heiligen im Himmel, der geretteten Seelen im Fegefeuer und der noch ringenden gerechten auf Erden! Alle gehören zusammen und bilden, in Gnade und Li...

Wenn es aber eine Hölle gibt...

Es ist ein gewagtes Spiel, wenn ein Mensch sich über den Glauben hinwegsetzt und mit seinem Unglauben prahlt. Selbst wenn es nur zweifelhaft wäre, ob es eine Ewigkeit, ob es eine Hölle gäbe, so müsste doch jeder Vernünftige sich sagen: „Ich will das Sichere wählen und so leben, als ob es eine gäbe, damit ich nicht verloren bin, wenn es am Ende doch eine gibt.“ Auf dem Pont-Neuf (Neue Brücke) in Paris begegneten sich eines Tages ein Offizier und ein Mönch. Sie blicken sich an und erkennen sich als zwei frühere Schulkameraden. Ein Gespräch entspinnt sich, und mitleidig meint der Offizier: „Wie du aber doch zu beklagen bist, wenn dein Himmel eine Fabel ist!“ Lächelnd erwidert der Mönch den ungläubigen Freunde: „Wie du aber erst betrogen bist, wenn die Hölle keine Fabel ist!“ Eine ernste Wahrheit, an die jeder, der stolz sich über den Glauben hinwegsetzt, zuweilen ehrlich denken sollte! Der frivole Spötter und Religionsfeind Voltaire saß mit anderen Gästen an der Tafel Fri...

Von Augenblick zu Augenblick

Wir sind da von Augenblick zu Augenblick. Gott ist von Ewigkeit zu Ewigkeit. Bevor irgendein Anfang war, war Gott. Und wenn von Allem Ende sein wird, ist Gott. Zwischen Anfang und Ende von allem Geschaffenen sind – auch wir, - wie ein kleines Pünktchen – wie eine kleine Welle. Mitten in der Zeit, mitten in der Welt steht Christus mit seinem Kreuz. Die Menschen alle müssen an ihm vorübergehen und Stellung zu ihm nehmen. In aller Freiheit können sie sich entscheiden, ob sie von ihm erlöst werden oder unerlöst bleiben wollen. Vor dem kommenden Richter aber müssen alle einmal stehen und aus seinem Munde ihr Urteil entgegennehmen über ihr Glauben und Leben. "Welt ist Schöpfung, Christentum ist Gnade." Himmel ist Resultat aus der Übereinstimmung des freien Willens mit Gottes Gnade. – Alles, was einmal Welt war, löst sich zu Augenblicken auf. Nur Gott bleibt. Nur der Himmel bleibt. Nur die Hölle bleibt. Eine Frage: - Wie stehst du zu Christi Kreuz? „D...

Was ist Liebe zu Gott?

Liebe bedeutet Zuneigung und Hingabe. Liebe sagt Hochachtung und Wohlwollen. Liebe sucht innere Geistesverbindung. Wenn Hochachtung, Wohlwollen, Zuneigung gegenseitig zwischen zwei Menschen besteht, so nennen wir sie Freundschaft. Göttliche Liebe ist Geistesgemeinschaft und Freundschaft zwischen Gott und Mensch. Darum nennt der heilige Thomas so wunderschön die göttliche Liebe, Freundschaft mit Gott. Der Mensch muß, um überhaupt mit Gott in ein Freundschaftsverhältnis treten zu können, zuerst durch die heiligmachende Gnade in den übernatürlichen Zustand der Kinder Gottes erhoben werden. Nur Kinder Gottes können mit Gott eine Geistesverbindung eingehen. Und daraus ergibt sich, daß die Liebe, wie sie die Heilige Schrift und mit ihr die Kirche versteht, eine Gottesgabe ist, aus übernatürlichen Kräften entsteht und wirkt durch den Heiligen Geist. (Röm. 5, 5) Die übernatürliche Liebe des Menschen oder des Kindes Gottes zu Gott ist das erste Gesetz des Christentums. Das Ziel des...

Wahlsprüche des hl. Franz von Sales

Nichts kann dem genügen, dem Gott nicht genug ist. Mag eine Person Wunder wirken im Gebiet der Religion; wenn sie ihre tägliche Pflicht nicht tut, ist sie schlechter,  als wenn sie ungläubig wäre. Bequeme dich aus Liebe zum Nächsten in allem an, was nicht Sünde ist. Lass Gott mit dir machen, was er will, wie kleine Kinder die Mutter machen lassen. Ob Gott dich auf dem rechten oder linken Arm tragen will, setzen oder aufheben, er weiß schon, was uns Not tut. Demut die nicht mutig macht, ist gewiss ganz falsch! Den Mitmenschen von Herzen ertragen! Ich habe einen instinktiven Abscheu vor Streitigkeiten unter Katholiken. Es kommt dabei nichts heraus als Partei der Spaltung. Lass dich von Gott führen und denke nicht so viel an dich! Das beste Gebet ist jenes, wo man so in Gott vertieft ist, daß man weder an sich noch an das Gebet selber denkt. Das beste Mittel, welches ich gegen die plötzlichen Aufwallungen der Ungeduld kenne,...

Gebetsschule des heiligen Ignatius

 „Stelle dich vor dem Beten lebhaft in Gottes Gegenwart.“ Der heilige Ignatius drückt das so aus: „Ich will ein oder zwei Schritte vor dem Orte, an dem ich meine Gebete verrichten will, stehen bleiben, ein Vaterunser lang mein Gemüt zu Gott erheben und erwägen, wie Gott, unser Herr, auf mich hernieder sieht, und dann einen Akt der Ehrfurcht und der Verdemütigung machen.“ Alle Geisteslehrer betonen diese Vergegenwärtigung Gottes am Anfang des Gebetes, aber keiner beschreibt es uns so praktisch wie der Meister der Exerzitien. Es ist, als ob wir dem Betrachtenden zuschauen könnten: Da begibt er sich zum Gebete, wir sehen das Zimmer, den Betschemel, der vor ihm steht – ein oder zwei Schritte – der Beter; langsam erhebt er seinen Geist zu Gott, in einem lebendigen Glaubensakte versetzt er sich in die Gegenwart Gottes, schaut ihm, wie er ins Herz sieht. Das alles während der Dauer eines Vaterunsers; dann macht er eine Verneigung voll Ehrfurcht, voll Demut. Und was er dab...

Die Schöpfung

Gott hat Himmel und Erde durch seine Allmacht aus dem Nichts ins Dasein gerufen. Er erhält und regiert die ganze Schöpfung. Die vorzüglichsten Geschöpfe sind die Engel. Sie sind reine Geister, Wesen mit herrlichem Verstand und einem starken, freien Willen, aber ohne Leib. Ein Teil derselben fiel aus Hochmut von Gott ab, wurde zur Strafe der Gnade beraubt und in die Hölle gestürzt. Als böse Geister oder Teufel sind sie die Widersacher Gottes und Feinde der Menschen, die sie zur Sünde und zum Abfall von Gott verleiten wollen. Gott gibt jedem Menschen einen Engel als Schutzengel und Begleiter durch das Leben. Der König der sichtbaren Welt ist der Mensch. Sein Leib ist gebildet aus Erde, d. h. aus irdischen Stoffen; seine geistige, unsterbliche Seele ist unmittelbare Schöpfung Gottes, Ebenbild des unendlichen Geistes und durch die heiligmachende Gnade Kind Gottes. Vom ersten Menschenpaar Adam und Eva stammt die ganze Menschheit ab. Von Satan verführt, übertraten Adam und Eva Gottes Gebo...

Warum in die Kirche gehen?

Der bekannte Millionär und Gottesleugner Cecil Rhodes ließ vor seinem Tod telephonisch englische Geistliche um ihr Fürbitte anrufen. Er starb, ehe sein Flehruf ankam. Auf dem Sterbelager sagte er: „Ich habe viel gesucht und viel gefunden: Gesundheit, Diamanten, Gold, Länder. Das muss ich nun verlassen. So geht nichts davon mit mir. Was mir aber bleiben wird, das habe ich nicht gesucht und nicht gefunden.“ Und seine letzten Worte Waren: „So viel zu tun, so wenig getan. Lebt wohl!“ – Konkurserklärung eines Lebens! Doch: wenn er nur ein verpfuschtes irdisches Leben ginge! Aber drüben? Welches Schicksal wartet da auf einen solchen Menschen? Und das für eine endlose Ewigkeit? Das Gotteshaus soll uns an die erste Katechismusfrage erinnern: „Wozu sind wir auf Erden? Wir sind au Erden, um Gott zu erkennen, IHM in Liebe und Treue zu dienen und so zum ewigen Leben zu gelangen.“  (Katholischer Katechismus, 1982, Königstein/Taunus). Die Kirche lehrt uns: Gott ist das A und O unseres Lebens!...

Der Himmel

Was wird uns der Himmel sein? 1. Ruhe. – Hier in diesem Tränental klagen und jammern und weinen wir. Prüfungen persönlicher Art, Familienkreuze, Heimsuchungen der ganzen menschlichen Gesellschaft bedrücken uns . . . All das vergeht. Die Belohnung wird nicht vergehen. 2. Schauen. – Gott, die Heiligkeit – für die Ewigkeit – im Himmel. 3. Liebe. – „Im Himmel werden sich die Erlösten aller Rassen, aller Zeiten treffen“. Gott mit all den Seinen . . .  (Nach P. Hoornaert SJ.) Der Himmel . . .: „Das ist die große, erhabene christliche Hoffnung“.  (Nach P.A.) „Kein Auge hat es gesehen, kein Ohr hat es gehört und in keines Menschen Herz ist es gekommen, was Gott denen bereitet hat, die Ihn lieben“. (1 Kor. 2, 9.) Quelle: Weggeleit – P. Jakob Koch SVD. – St. Gabriel-Verlag, Wien

Gott in uns

Der hl. Franz von Sales lehrt uns: Damit die Liebe zu Gott rein ist, wird verlangt, daß wir in allen Dingen nur Gottes Willen lieben, ohne Beimischung von Eigeninteresse. Eine solche Gleichförmigkeit mit dem Willen Gottes entsteht entweder durch Verzicht oder aber durch ein Überlassen unseres eigenen Willens an Gott. Der Verzicht vollzieht sich als Anstrengung und Unterwerfung: man möchte leben, wenn man sterben muß; weil jedoch Gott will, daß ich sterben soll, füge ich mich. Wenn wir aber unseren dem Willen Gottes überlassen, geht das sehr viel weiter, denn dann  findet unser Wille nicht anderes der Liebe wert als allein Gottes Willen. Der Verzicht liebt noch viele andere Dinge außer dem Willen Gottes, doch setzt er den Willen Gottes an erster Stelle; das Überlassen des eigenen Willens an Gott jedoch vergisst jede andere Liebe so vollständig, wenn es um Gottes Willen geht, daß das Herz gar nichts mehr liebt und garnischts mehr will als diesen Willen... So kommt es, daß ke...

Die heilige Kommunion

Unser Herr Jesus Christus ist im Allerheiligsten Sakrament gegenwärtig mit Gottheit und Menschheit, mit Leib und Seele, Fleisch und Blut. Hier gebührt Ihm vor allem Anbetung, Ehrfurcht, Dank und Liebe. Jesus, unser göttlicher Erlöser, der aus Liebe zu uns im Allerheiligsten Sakrament gegenwärtig ist, wartet hier auf unsere Gegenliebe. Aber was muss er erfahren: viele unwürdige Kommunionen! Gute Vorbereitung auf die heilige Kommunion ist unerlässlich, damit der gute Heiland uns auch die Wirkungen dieses Allerheiligsten Sakramentes mitteilen kann! Sie ist eine zweifache Vorbereitung: eine entferntere und eine nähere. Die entferntere Vorbereitung besteht darin, dass man an nichts Geschaffenem hängt, darum sagte der Herr zur heiligen Gertrud: „Nichts anderes verlange ich, wenn du dich nahst, Mich zu empfangen, als dass du leer von dir selber bist“. Ist ein Glas bereits mit einer Flüssigkeit gefüllt, so kann man nichts anderes hineingießen. Ebenso ist es mit uns. Sind wir erfüllt m...

Gott lebt in unserem Herzen

Gott, so hoffen wir, lebt in unsrem Herzen. Gott lebt oder möchte leben auch in den Herzen unserer Mitmenschen. Daß er Leben gewinne in den Herzen aller, deren Sorge uns irgendwie anvertraut ist, muß Ziel unserer Wünsche und unseres apostolischen Arbeitens sein! Das ist echte Nächstenliebe, echte Verwandten- und Freundesliebe: die Seelen zu Gott, zum ewigen Leben führen. Tust du hierin genug? Betest du in dieser Meinung genug? Opferst du genug? Wagst du genug? Erinnere dich an den Grundsatz, der hier besondere Geltung hat: Genug ist nie genug, wenn mehr nötig ist! – Genug ist nie genug, wenn mehr leicht möglich ist! Hast du die Seele deines Bruders gewonnen . . . „Ich will meinem Amte Ehre machen und auf irgendeine Weise die, mit denen ich dem Fleische nach verwandt bin, zum Nacheifern anspornen . . .“  (Röm. 11, 13.) Quelle: Weggeleit – P. Jakob Koch SVD. – St. Gabriel-Verlag, Wien

Hl. Augustinus und der Knabe

An dem Meeresufer ging Augustinus einst lustwandeln, Mit den höchsten Gegenständen Sich beschäftigend in Gedanken. Was er sann, blieb unergründlich Seinem forschenden Verstande: Wie in Gott ein einig Wesen Drei Personen doch umfange. Als er, kühn hierüber grübelnd, Seinen Blick zur Seite wandte, Sah er einen Knaben sitzen Neben sich am Meeressande. Eine Muschel in den Händchen, Sitzt der Knabe unverwandten Blicks und schöpfet emsig Wasser Aus der Meeres stillen Rande. „Kind!“ spricht Augustin, „was machst du Hier allein am öden Strande? Ich besorge, daß zuhause Dich vermissen die Verwandten.“ „Nicht umsonst“, versetzt der Kleine, Bin ich hier; bin hergegangen, Um das schöne, lichte Meer In dies Grübchen einzufangen.“ – „Spare Kind,“ sprach Augustinus, „Dir die Mühe! Dein Verlangen Ist unmöglich. Wenn du schöpfest, Bis Jahrtausende vergangen, Bringst du doch, das große Meer Auszuschöpfen, nie zustande.“ Drauf der Knabe: „Ganz wie ich, Vater, scheint Ihr...

Der Heilige Geist

Der Begriff „be-geistern“ kommt aus der griechischen Mythologie. Götter und Geister befallen den Menschen, der Mensch bekommt einen neuen Geist, der „Inspiration“. Ähnlich war es auch bei den Männern und Frauen beim Pfingstfest. Die Apostel, die bei der Festnahme und nach dem Tode Jesu von der Angst gepackt waren, sich hinter verschlossenen Türen aufhielten, haben auf einmal neuen Mut bekommen, die Türen aufgesprengt und sind hinausgegangen zu den Menschen. Sie sind plötzlich mutig geworden, weil sie begeistert im wahrsten Sinn des Wortes waren. Der Geist war auf sie herabgekommen. Quelle: Einkehr für die Seele – St. Benno-Verlag, Leipzig

Katholischer Glaubensinhalt

Es ist ein Gott, ein überweltlicher, ewiger Gott. Das sagt uns vernünftige Denken, das sagt uns Gott selbst, der sich den Menschen geoffenbart hat. Das Dasein der Welt, ihre wunderbare Einrichtung und Ordnung, ihre Schönheit, ihre Naturgesetze und Zielstrebigkeit, das millionenfältige Leben in ihr, all das kündet uns den Schöpfer, der mit unendlicher Weisheit, Macht und Güte dies alles erschaffen, eingerichtet und angeordnet hat. Gott lebt auch im Gewissen der Menschen und in der Überzeugung der Völker aller Jahrtausende. Gott hat aber auch in übernatürlicher Offenbarung durch die Patriarchen, Propheten, besonders aber durch seinen Sohn Jesus Christus zu den Menschen gesprochen, und so sich selbst, sein Wesen und Wirken, seine Forderungen an die Menschen und seine Verheißung kundgetan. Den Inhalt dieser Offenbarungen hat Gott Sohn, Jesus Christus, seiner Kirche zur Bewahrung und Erklärung anvertraut. Die Kirche schöpft den Inhalt der Offenbarungen Gottes aus der Heiligen Schr...

Wozu hat Gott den Menschen geschaffen?

Gott, die höchste Vernunft, hatte ein Ziel vor Augen, als er die Welt aus dem Nichts erschaffen hat. Dieses Ziel hat er uns offenbart; es besteht vor allem und wesentlich darin, ihn zu verherrlichen. Damit ist auch bereits das Ziel des Menschen festgelegt. Es besteht darin, so zu handeln, daß wenigstens indirekt der Schöpfer auf diese Weide verherrlicht werde. Indem der Mensch sein Handeln an diesem Ziel ausrichtet, erfährt er selbst notwendigerweise das Glück des Geschöpfes. Aus dem Gesagten lässt sich schließen, daß das Ziel des Menschen sein eigenes Glück ist, das er durch die Verherrlichung Gottes erreicht. Das bedeutet aber mit anderen Worten, daß das Ziel des Menschen der Himmel oder das ewige Leben ist, denn im Himmel fallen diese beiden Ziele zusammen. Quelle: „Der Himmel“ – Hoffnung unserer Seele – Karl Schaffer – Hrsg.: DVCK e. V. – Frankfurt am Main – Aktion „Deutschland braucht Mariens Hilfe“