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Posts mit dem Label "Lehre der Kiche" werden angezeigt.

Warum Gott läßt das Böse zu?

Das Böse, das geschieht, will Gott nicht, aber er läßt es zu, das heißt, er hindert es nicht, weil er den Menschen ihre Freiheit nicht nehmen will und weil er auch das Böse zum Guten zu lenken weiß. Die Sünde Adams hat nicht nur traurige Folgen gehabt. Sie hat Gott auch veranlaßt, uns einen Erlöser zu senden; so haben wir die Liebe Gottes erst recht kennen gelernt. Den ägyptischen Josef verkauften seine Brüder als Sklaven. Das war eine sehr große Sünde, wurde aber von Gott zum Heile Josefs und der Brüder. Josef sagte zuletzt: „Ihr hattet gegen mich Böses im Sinne; aber Gott hat es zum Guten gewendet.“ Die Kreuzigung Jesu war das größte Verbrechen. Gott hat sie zugelassen; damit wir erlöst werden.

Erbsünde und Erziehung

Ungläubige „Weltweise“ wie z.B. Jean-Jacques Rousseau (Literat und Philosoph, gest. 1778) hat behauptet, der Mensch sei von Natur aus ganz gut und unverdorben. Man solle daher die Kinder nicht eigentlich „erziehen“, sondern nur ihre natürlichen Anlagen entfalten lassen; so würden aus ihnen die besten Menschen werden. Viele Erzieher haben sich an diese Anweisung gehalten, aber dabei die schlimmsten Erfahrungen gemacht. Dennoch sind immer noch viele Eltern in diesem Irrtum befangen. Auch viele junge Leute halten es für das Beste, sich ihre Triebe ungehindert ausleben zu lassen. Die Erfahrung zeigt aber, daß das nur zu Charakterschwäche, Selbstsucht, Roheit und noch schlimmeren Dingen führt. Die Lehre von der Erbsünde gibt uns da das rechte Licht. Sie sagt uns, daß in die menschliche Natur der Keim des Bösen gelegt worden ist, und daß dieser Keim beständig bekämpft werden muß: zuerst durch Einwirkung von Eltern und Erziehern, dann aber durch Selbsterziehung, Selbstüberwindung u...

Die fünf Argumente des heiligen Thomas von Aquin, mit denen er die Existenz Gottes beweist:

1. Der „erste, unbewegte Beweger“: Unsere Sinne verbürgen uns zuverlässig die Tatsache, dass es Bewegung gibt. Alles aber, was in Bewegung ist, wird von einer anderen Kraft bewegt. Nun kann es unmöglich so sein, dass alles, was sich bewegt, bis ins Unendliche immer wieder von einem anderen bewegt wird. Es muss also unbedingt ein erstes Bewegendes geben, das von keinem andern bewegt wird. Dieses erste Bewegende ist Gott. 2. Die „Wirkursache“: Jede Ursache wird von einer anderen bewirkt. Es muss aber eine erste Ursache geben, die nicht bewirkt ist, und diese nennt man Gott. 3. Das „notwendige Wesen“: Alle Wesen sind endlich und kontingent („sie sind und hören auf zusein“). Wenn aber alles so wäre, würden alle Dinge einmal aufhören zu sein und es käme der Moment, in dem dem nichts mehr wäre. Das ist absurd. Die Existenz von kontingenten Wesen setzt also ein Wesen voraus, das durch sich selbst notwendig ist – das ist Gott. 4. Das „absolut vollkommene Wesen“ : Di...

In CHRISTUS wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig

Brüder! Ihr habt Christus Jesus als HERRN aufgenommen. Darum lebt auch in ihm! Bleibt in ihm verwurzelt und auf ihn gegründet und haltet an dem Glauben fest, in dem ihr unterrichtet wurdet; strömt über in Danksagung.  Gebt acht, dass euch niemand mit Weltweisheit und leerem Trug einfängt, die sich nur auf menschliche Überlieferungen und die Elemente der Welt und nicht auf Christus stützen. Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig. Durch ihn seid auch ihr davon erfüllt; denn ER ist das Haupt über jede Macht und Herrschaft. In ihm habt ihr auch die Beschneidung empfangen, nicht eine solche, die man mit Händen vornimmt, sondern jene, die im Ablegen des fleischlichen Körpers besteht; die Beschneidung in Christus. Mit Christus wurdet ihr in der Taufe begraben, mit ihm auch auferweckt, durch den Glauben an die Kraft Gottes, der ihn von den Toten auferweckt hat. Ihr wart tot infolge eurer Sünden, und euer Leib war unbeschnitten; Gott ...

Die Berechtigung der Herz-Jesu-Verehrung für unsere Zeit

K. Schaffer Nach dem Zweiten Weltkrieg stieß die Herz-Jesu-Verehrung allgemein auf wachsende Kritik und Ablehnung. Viele Menschen fragten sich, warum das Herz des Erlösers gesondert verehren werden sollte und nicht der ganze Christus. Die Herz-Jesu-Verehrung erschien als etwas nicht mehr Zeitgemäßes und verlor daher für den modernen Menschen und für die Seelsorge an Bedeutung und an Wert. Um diese Kritik zu entschärfen veröffentlichte Papst Pius XII. 1956 die Enzyklika "Haurietis Aquas" , die bisher letzte große kirchliche Stellungnahme zur Herz-Jesu-Verehrung. In dieser Enzyklika bedauerte der Papst, "daß in vergangenen Zeiten und auch heute diese höchst würdige Andacht nicht die Ehre und Wertschätzung findet, zuweilen auch bei solchen, die sich als eifrige, nach Heiligkeit strebende Katholiken bekennen". Papst Johannes Paul II. bezeichnete die Herz-Jesu-Verehrung als eine besonders wertvolle Andacht für die Kirche. Und seine Enzyklika "Dives in misericor...