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Erbsünde und Erziehung

Ungläubige „Weltweise“ wie z.B. Jean-Jacques Rousseau (Literat und Philosoph, gest. 1778) hat behauptet, der Mensch sei von Natur aus ganz gut und unverdorben. Man solle daher die Kinder nicht eigentlich „erziehen“, sondern nur ihre natürlichen Anlagen entfalten lassen; so würden aus ihnen die besten Menschen werden. Viele Erzieher haben sich an diese Anweisung gehalten, aber dabei die schlimmsten Erfahrungen gemacht. Dennoch sind immer noch viele Eltern in diesem Irrtum befangen. Auch viele junge Leute halten es für das Beste, sich ihre Triebe ungehindert ausleben zu lassen. Die Erfahrung zeigt aber, daß das nur zu Charakterschwäche, Selbstsucht, Roheit und noch schlimmeren Dingen führt. Die Lehre von der Erbsünde gibt uns da das rechte Licht. Sie sagt uns, daß in die menschliche Natur der Keim des Bösen gelegt worden ist, und daß dieser Keim beständig bekämpft werden muß: zuerst durch Einwirkung von Eltern und Erziehern, dann aber durch Selbsterziehung, Selbstüberwindung u...

Das Böse

Das Böse, das geschieht, will Gott nicht, aber er läßt es zu, das heißt, er hindert es nicht, weil er den Menschen ihre Freiheit nicht nehmen will und weil er auch das Böse zum Guten zu lenken weiß.  Die Sünde Adams hat nicht nur traurige Folgen gehabt. Sie hat Gott auch veranlaßt, uns einen Erlöser zu senden; so haben wir die Liebe Gottes erst recht kennen gelernt.  Die Brüder Josefs verkauften ihn den ägyptischen als Sklaven. Das war eine sehr große Sünde, wurde aber von Gott zum Heile Josefs und der Brüder. Josef sagte zuletzt: „Ihr hattet gegen mich Böses im Sinne; aber Gott hat es zum Guten gewendet.“   Die Kreuzigung Jesu war das größte Verbrechen. Gott hat sie zugelassen; damit wir erlöst werden.