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Wir sind des Geyers schwarzer Haufen…

von Julian Voth Vor fast 500 Jahren kam es zur ersten größeren anti-kirchlichen Ausschreitung in Deutschland. Die Geschichte des aufständischen Bauernheeres unter Florian Geyer, das sich gegen staatliche und kirchliche Autorität erhob, wird in einem Lied von 1919 verherrlicht: Wir sind des Geyers schwarzer Haufen, heia hoho,wir woll’n mit Pfaff und Adel raufen, heia hoho. Refrain: Spieß voran, drauf und dran,setzt auf's Klosterdach den roten Hahn! Wir wollens dem Herrn im Himmel klagen, kyrieleys,daß wir den Pfaffen konnten totschlagen, kyrieleys. Und weitere 10 Strophen in ähnlicher Intention. Wie hat sich die Situation der Kirche in Deutschland und Europa in den Jahrhunderten danach entwickelt? Während die Bauernaufstände im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation zurückgeschlagen werden konnten, verbreitete sich der Protestantismus bis zur erstarkenden Gegenreformation. Und somit ging die Säkularisierung kirchlicher Territorien und Verfolgung des rechtgläubigen Klerus in zahl...

Sankt Benedikt

Gabriela Miehlig Der hl. Benedikt († 560) wird bis zum heutigen Tag als der „Patron des Abendlandes“ in vielen Gebeten und Nöten um Fürsprache vor Gottes Thron angerufen. Seine Lebensregel, die so genannte Benediktusregel, die das „ora et labora“ („bete und arbeite“) als zentrale Lebensausrichtung vermittelt, hat er für alle Menschen geschrieben, die Gott mit redlichem Herzen suchen. Was beeindruckt ist sein Leben im Glauben an Christus! Benedikt lebte als Mönch und wollte in allem aus Liebe zu Gott, vor allem seinen Geboten und Weisungen, gehorchen. Diese radikale und vollkommene Entschlossenheit der Kreuzesnachfolge Christi hat Benedikt und seine Schüler im wahren Sinne „weltberühmt“ gemacht! Eine Transformation, im geistlichen Sinne, geht von seiner monastischen Lebensform durch die Beibehaltung dieser Lebensschule in seinen Nachfolgern aus und bewirkt einen kontinuierlichen Gnadenstrom für die Bekehrung der Menschen in der Welt. Unzählige Wunder hat Gott selbst durch seinen Dien...

Papst: Herz-Jesu-Frömmigkeit erneuern

Papst Benedikt XVI. hat für den Juni zu einer Erneuerung der Herz-Jesu-Frömmigkeit aufgerufen. Dabei sollten die Gläubigen auch auf das traditionelle Gebet zur Aufopferung des Tages zurückgreifen und die Gebetsmeinungen des Papstes einbeziehen. Das Herz Jesu sei sowohl in der Volksfrömmigkeit als auch für Mystiker und Theologen ein besonders wertvolles Symbol des christlichen Glaubens, so Benedikt XVI am Sonntag beim Angelusgebet. Es fasse schlicht und unverfälscht das Geheimnis der Menschwerdung und der Erlösung zusammen. Ausdrücklich widmete Benedikt das Angelusgebet den Opfern der Naturkatastrophen in Burma und China. Bei den Unglücken waren Zehntausende Menschen gestorben. Auf Deutsch sagte er:„Ein frohes „Grüß Gott“ sage ich allen deutschsprachigen Pilgern hier auf dem Petersplatz. Im Angelusgebet betrachten wir das Heilsgeheimnis, dass Gott sich in Maria eine Wohnung bereitet hat. Die Haltung der Mutter Gottes, ihre unerschütterliche Zuversicht auf den göttl...