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WAHRE FREUDE!

Die Hl. Theresia sprach das große Wort aus: "Gott allein genügt!" Das will sagen: Hast du Gott im Herzen und leidest du auch sonst Not, so kannst du dennoch glücklich sein; und hast du Gott nicht im Herzen, so bist du unglücklich, auch wenn du alle Güter der Erde besäßest. Gott allein genügt! Der Hl. Augustinus erfuhr im Saus und Braus des Weltlebens dieselbe Wahrheit und er drückte sie mit den Worten: „Für dich o Gott, hast du uns geschaffen, und unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir und du in ihm!“ Kaum ein anderes Wort ist so oft zitiert worden wie dieses; aber auch kaum ein anderes ist so oft praktisch missachtet worden wie dieses. Die Leidenschaft möchte das Wort Lügen strafen, aber es gelingt ihr nicht. Was sie bietet, genügt uns nicht, im Gegenteil, die Leidenschaft gerade ist es, die Leiden schafft. O dass wir uns doch die Wahrheit eingestanden uns von der Stimme Gottes und unseres Herzens leiten ließen! Im Heila...

Jesu Gehorsam

1.  Wie sehr Jesus den Gehorsam liebt. Sofort bei seinem Eintritt in die Welt opfert er sich seinem Vater auf, um ihn durch seine Unterwerfung zu ehren. „Einen Leib hast du mir gegeben, und ich habe gesagt: Siehe ich komme; ich werde in allem deinen heiligen Willen erfüllen. Dieses Gesetz ist in meinem Herzen tief eingeprägt.“ Er spricht zu seinen Aposteln von einer Nahrung, die sie nicht kennen, welche ihm aber nie mangelt: es ist dies der Gehorsam gegen den Willen seines Vaters. Er versichert uns, daß er nur deshalb vom Himmel gekommen ist, um zu gehorchen. Er stellt diese Tugend als den Prüfstein wahrer Heiligkeit und als die sichere Bürgschaft für die Aufnahme in den Himmel hin. Wenn ich sie übe, wird er mich lieben wie seine Mutter; alle seine Gnaden werden mir zuteil. 2.  Wie Jesus den Gehorsam übte. Seinem Vater gehorchte er immer und in allem; seinen Eltern war er 30 Jahre hindurch gehorsam; während seines Leidens unterwarf er sich sogar se...

Kennst Du den Weg der Freude?

Er ist für viele ein unbekannter Weg. So wenige verstehen es, die Religion liebenswürdig und freundschaftlich zu machen. Halte Gott fest in deiner Seele! Keine schwere Sünde, dann bist du ein rechter Freund Gottes. Halte zu Gott mit dem Munde, pflege das Gebetsleben. Der heilige Chrysostomus nennt das Gebet ein „Asyl für jeden Kummer, ein Grundlage der Freude, eine Quelle ständigern Glückes!“ Halte Gott fest im Willen! Sagt doch schon der weise Sirach 40, 18: „Das Leben des Arbeitsamen wird versüßt und du kannst darin einen Schatz finden!“ Halte Gott fest in Lieben! Gemeint ist die Liebe zum Nebenmenschen, was gleichbedeutend ist mit der Liebe zu Gott selber. Bist du empfindlich, dann verdirbst du leicht die gute Laune bei dir und anderen. Halte Gott fest im Dulden! Gleich wie das Samenkorn zuerst in der dunkeln Erde ruhen und sterben muss, um dann zur herrliche Blüte und Frucht zu werden, so entwickelt sich aus jedem Opfer, das die Menschen Gott zulieb bri...

Mein Weg durchs Leben Gott entgegen

Keine andere Richtung als zu Gott. Kein anderes Ziel als zu Gott… Was braucht mich alles andere zu kümmern: ob lang, ob kurz, ob krumm, ob gerade, ob eben, ob uneben…, ob Hindernisse, Steine, Schwierigkeiten, Leiden… Ich muß heim zu Vater, das kann mir genug sein, das ist mir genug. Unsere Opfer von Heute sind unser Himmel von morgen. „Ich darf nicht bitten: Mache, Herr, mein Leben zum Sonntag mir! Du hast die Pflicht, die Arbeit mir gegeben. Ich danke dir. Doch will ich bitten: Was du mir gegeben hast, Herr, Lust und Plag, drchleucht es mir und mach mein ganzes Leben zu deinen Tag!“  (M. Feesche) Quelle: Weggeleit – P. Jakob Koch SVD. – St. Gabriel-Verlag – Wien

Am Heiligtum der Familie!

„Nein, der Messias feiert nicht während seines langen Aufenthaltes in Nazareth. Er ist voll und ganz an der Arbeit. Er kam, um das Heiligtum des Reiches Gottes auf Erden aufzurichten. Da baute er zuerst am Heiligtum der Familie. Er kommt, um die Menschen zu beglücken und zu beseligen. Da wendet er seine erste Sorge der Familie zu; denn sie ist die Lebenswurzel der Menschheit, die Lebenszelle der Gesellschaft, der Kirche und des Staates. Das Christentum ist aus de Familie herausgeboren, damit die Familie aus dem Christentum neu geboren werde, wie der erste Segen des Schöpfers der Familie galt,“ (1. Mos. 1, 28.) (Bischof von Keppler) Jede Familie sollte sein: ein Heiligtum, ein Tempel des Heiligen Geistes, wo nach den Worten des Apostels „ein auserwähltes Geschlecht, ein heiliges Volk, ein königliches Priestertum“ (1. Petr. 2, 9) wohnen soll.  Glücklich die Familie, von der man auf die Frage: Was herrscht hier für ein Geist? sagen kann: Der Heilige Geist! Wo ...

Zeit und Ewigkeit

Johannes ist die Stimme, der Herr aber, „war im Anfang das Wort“. Johannes war die Stimme auf eine Zeit lang, Christus ist das ewige Wort am Anfang. Es ist schwierig, das Wort (Jesu) von der Stimme (Johannes) zu unterscheiden. Darum wurde Johannes selbst für den Messias gehalten. „Ebnet den Weg des Herrn“, sagte die Stimme, als wolle sie sagen: Deswegen erklinge ich, um ihn das Herz einzuführen. Aber wenn ihr den Weg nicht ebnet, will er nicht eintreten. (Augustinus) Quelle: Einkehr für die Seele St. Benno-Verlag, Leipzig

Über die Armut Jesu

Eine Meditation der hl. Bernadette Soubirous: Die Armut muss nicht nur hinderlich sein, sondern auch kreuzigend. Jesus wählte als seine Bequemlichkeiten das Geringste aus, was es auf der Erde gab: das Stroh, um seinem noch schwachen und zarten Körper Erleichterung zu verschaffen. Wenn er eine Vorliebe gehabt hat, so immer für das Leiden und bei mir im Gegenteil für die Bequemlichkeiten, das Wohlbehagen; das ist daraus geworden. Von heute an will ich mit Hilfe Deiner Gnade in Deinen Spuren gehen. Leiden, mich besiegen und allem absterben, was Du nicht bist, um für Jesus zu leben, mit Jesus und in Jesus. Ich werde also ganz Jesus gehören, dass er mir gnädig sein wird, vereint mit Jesus zu sterben. Quelle: Notizbuch mit ganz persönlichen Aufzeichnungen, von Bernadette Soubirous