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Brüderliche Zurechtweisung

„Hat dein Bruder wider dich gefehlt, so geh hin und stelle ihn unter vier Augen zur Rede. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen. Hört er nicht, so nimm noch einen oder zwei hinzu, damit durch die Aussage zweier oder dreier Zeugen alles festgestellt werde (5 Mos. 19, 15) Hört er auch diese nicht, so sag es der Kirche. Hört er aber auch auf die Kirche nicht, so gelte er dir wie ein Heide und ein Zöllner. Wahrlich ich sage euch, alles was ihr auf Erden bindet, wird auch im Himmel gebunden sein und alles was ihr auf Erden löst, wird auch im Himmel gelöst sein. Weiter sage ich euch, wenn zwei von euch auf Erden um irgend etwas einmütig bitten, so wird es ihnen von meinem himmlischen Vater zuteil werden. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. Da trat Petrus zu ihm mit der Frage: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder verzeihen, wenn er gegen mich fehlt? Etwa siebenmal? Jesus antwortete ihm: „Nein, nicht siebenmal, sondern siebzigm...

Mut und Vertrauen

Ein Stahlwerk-Arbeiter in Lothringen wurde von einer Maschine so furchtbar zu Boden geschleudert, daß drei Rückenwirbel brachen. Außerdem erlitt er schwere Verletzungen in der rechten Schulter-Arm-Region und an den Eingeweiden. Dazu kam noch eine Blutstauung im Lungen-Brustfell-Bereich. In diesem hoffnungslosen Zustand wurde der Verletzte ins Krankenhaus eingeliefert. Da mit seinem baldigen Tod gerechnet wurde, empfing der Mann noch am gleichen Tag mit inniger Andacht die heiligen Sterbesakramente. Um jene Zeit war gerade ein kleines Kind, das bereits mit dem Tode rang, durch eine Andacht zum Prager Jesulein auffallend geheilt worden. Als unser schwerverletzter Mann davon hörte, nahm er in unerschütterlichem Vertrauen auch seinerseits Zuflucht zum göttlichen Gnadenkind. Und siehe! Der Anfangs so gefährlich verletzte und lebenslänglicher Lähmung verurteilte Mann konnte bald darauf in häusliche Pflege entlassen werden und nach einiger Zeit sogar wieder ohne Krücken gehen. Darum Mu...

Jesus ist alles

Du empfängst von Ihm die Heilung, aber du kannst Ihm nichts geben; du wirst gereinigt, du wirst erquickt, du wirst gebessert. Er ist Arznei für den, der nicht gesund ist, Er ist Richtscheit für das Verborgene, Er ist Licht für den, der in Finsternis ist, Er ist Heimat für den, der verlassen ist: Alles teilt Er mit dir. Hl. Augustinus Quelle: Einkehr für die Seele – St. Benno-Verlag, Leipzig

Jesus Christus, der Gott-Mensch

Beim Betrachten der Ungleichheiten in der Kirche, darf man die Göttliche und Menschliche Person Unseres Herrn Jesus Christus nicht vergessen. Als Mensch gewordenes Wort Gottes ist Er über alle Geschöpfe erhaben, in seiner Menschlichkeit unterliegt Er der Natur der Engel, die ihn aber zugleich in seiner Göttlichkeit und Menschlichkeit anbeten. Und die Jungfrau Maria, als Mutter des Gott-Menschen, obwohl sie Gott unendlich untergeordnet und auch, was die Natur betrifft, den Engel unterliegen ist, verdient sie es, dass ihr gedient wird als Königin der Engel.  (Plinio Corrêa de Oliveira) Quelle: Allianz mit Maria – Heft Nr. 2 Juni/Juli 2013 – Hrsg.: DVCK e.V. – Aktion „Deutschland braucht Mariens Hilfe“.

Tägliche Kreuzaufnahme

Der göttliche Heiland sagte einmal: „Wer mir nachfolgen will, nehme täglich sein Kreuz auf sich“. Sobald wir in der Frühe erwachen oder aufstehen, wollen wir uns wenigstens im Geiste niederknien und zum Heiland sprechen: Lieber Heiland, aus deiner Hand nehme ich jetzt das Kreuz auf mich, das du mir für diesen Tag bereitet hast. Gib, dass ich es mit jener Geduld und Liebe trage, mit der du das deine auf den Kalvarienberg hinaufgetragen hast“. Diese Übung hat große Vorteile. Wir bekunden so erstens unseren Leidenswillen: dass wir nämlich das Kreuz, das der liebe Gott uns zuschickt, wirklich freiwillig tragen wollen und dieser Leidenswille ist das wesentliche Unterscheidungsmerkmal der Heiligen. Ferner beweisen wir durch freiwillige Annahme des Kreuzes unsere Liebe zum göttlichen Heiland. Wir pflanzen das Kreuz gleichsam in unserem Herzen auf und werden so dem göttlichen Herzen ähnlich. So machte es auch die kleine heilige Theresia in ihrer letzten schweren Krankheit; sie legte ein...

Antwort auf Hoffnung

Es ist wichtig zu wissen: Ich darf immer hoffen, auch wenn ich für mein Leben oder für meine geschichtliche Stunde augenscheinlich nichts mehr zu erwarten habe. Nur die große Hoffnungsgewissheit, dass trotz allen Scheiterns mein eigenes Leben und die Geschichte im Ganzen in einer unzerstörbaren Macht der Liebe geborgen ist und von ihr her, für sie Sinn und Bedeutung hat, kann dann noch Mut zum Wirken und zum Weitergehen schenken. Gewiss, wir können das Reich Gottes nicht selber „bauen“ – was wir bauen, bleibt immer Menschenreich mit allen Begrenzungen, die im menschlichen Wesen liegen. Das Reich Gottes ist Geschenk, und eben darum ist es groß und schön und Antwort auf Hoffnung. (Papst Benedikt XVI.) Quelle: Wo das Herz zu Hause ist – Quellen innerer Kraft – Herder-Verlag

„Lernet von mir“

Stets hat besonders eine Stelle des Evangeliums die Aufmerksamkeit der Gelehrten und Verehrer des Herzens Jesu auf sich gezogen. Da wird gesagt, dass Jesus einmal im Zusammenhang einer Predigt über die Wichtigkeit eines Unschuldigen Gemüts und der Anspruchslosigkeit im Streben nach geistigen Gütern ausrief: „Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor den Weisen und Klugen verborgen, den kleinen aber geoffenbart hast“. Indem er dann sein eigenes Herz als Beispiel hinstellte, das von all denen nachgeahmt werden sollte, die einen Weg für ihre Schritte suchen, schloss er seine Ausführungen mit den Worten: „Kommt zu mir alle, die ihr mühselig seid und beladen, und ich will euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernet von mir, denn ich bin sanftmütig und demütig von Herzen, und ihr werdet Erquickung finden für eure Seelen, denn mein Joch ist sanft und meine Bürde ist leicht“ (Mt. 11, 25 – 30). Von Unserem Herrn lernen – das ist das Hauptziel der Herz-...