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Jesus, der Freund der Freude!

Von den ersten Wunder, dem auf der Hochzeit zu Kana, sind wir ohne Ausnahme überrascht, denn das hätte wohl kein Mensch vermutet, dass Jesus das erste Wunder bei einer Hochzeit wirken würde, und dass er gar noch Wasser in Wein verwandelt. Das ist der liebe Gottessohn wieder einmal ganz seine eigenen Wege gewandelt, die eben nicht die Pfade der Menschen sind. Aber dennoch sin sie für uns sehr lehrreich. Das Evangelium mit seinem Hochzeitswunder lässt uns einen tiefen Blick in die Persönlichkeit Jesu Christi und seiner heiligen Mutter tun. Welch ein schönes Heilandsbild entfaltet sich uns da! Jesus ist der Freund der Freude, er nimmt teil an Familienfesten und heiligt sie. Und Maria ist so recht das Bild der edlen Frau und Mutter, die ein feines Auge für die Nöten und Schwierigkeiten des Lebens hat, und wäre es nur das Fehlen des Weines beim Mahle. Sie wollte nicht, dass die Brautleute in Verlegenheit kämen. Wie edel und Vornehm! Suchen auch wir, moderne Christen, immer auch die fei...

Erkenntnis; Liebe und Tat

Für den Christen gibt es keinen fremden Menschen. Der ist jeweils der Nächste, den wir vor uns haben und der unser am meisten bedarf. Gleichgültig, ob er verwandt ist oder nicht, ob wir ihn mögen oder nicht, ob er der Hilfe moralisch würdig ist oder nicht. Die Liebe kennt keine Grenzen.  Die allerbarmende  Liebe kann sich zu jedem herabneigen. Wir glauben, dass sie es tut. Alles was sonst getrennt auftritt, ist im Glauben verschmolzen: Erkenntnis, Liebe, Tat. Hl. Edith Stein Quelle: Einkehr für die Seele – St. Benno-Verlag, Leipzig

Von Gott getragen

Man kann zu allen Zeiten Gott dienen und sein Heil wirken. Ringen wir mit der Zeit, gestalten wir sie, und aus allen Zeiten werden heilige Zeiten. Im Kleinen treu sein ist etwas großes. Willst du groß sein? Fang an beim Kleinen. Die Welt ist nicht wie  ein Gebäude, das weiterbesteht,  wenn auch sein  Baumeister ruht.  Wenn Gott die Welt nicht mehr trägt und regiert, hört sie auf zu sein.  Unsere Vollkom menheit besteht darin, zu wissen,  dass wir nicht  vollkommen sind. Hl. Augustinus Quelle: Einkehr für die Seele – St. Benno-Verlag, Leipzig

Die ersten Jünger Jesu

Am folgenden Tage stand Johannes wieder mit zwei von seinen Jüngern da. Als er Jesus daherkommen sah, sprach er: „Siehe das Lamm Gottes!“ Sobald die beiden Jünger dies vernahmen, folgten sie Jesus nach. Jesus wandte sich um, und da er sah, dass sie ihm folgten, fragte er sie: „Was sucht ihr?“ Sie sagten zu ihm: „Rabbi“, d. h. Meister, „wo wohnst du?“  „Kommt und seht“, antwortete er ihnen. Sie gingen mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde. Einer von den beiden, die auf das Wort des Johannes hin ihm nachfolgten, war Andreas, der Bruder des Simon Petrus. Dieser traf zuerst seinen Bruder Simon und berichtete ihm: „Wir haben den Messias (das bedeutet der Gesalbte) gefunden.“ Dann führte er ihm zu Jesus. Jesus schaute ihn an und sprach: „Du bist Simon, der Sohn des Johannes; du sollst Kephas – d. h. Fels – genannt werden.“ Tags darauf wollte Jesus nach Galiläa ziehen. Da traf er Philippus und sprach zu ihm:  „Folge mir...

Der Mensch ist der Erde Sinn

Den ersten Menschen hat Gott die Weisung gegeben: „Beherrschte die Erde und macht sie euch untertan!“ - In Gottes Auftrag sollen die Menschen die Erde mit allem, was sie hat und bietet, erforschen und zu ihrem Vorteil ausnützen – die ganze Erde mit all ihren Schönheiten, Schätzen und Kräften. Die Schönheiten der Erde sollen die Menschen erfreuen. Die Schätze und Reichtümer der Erde sollen den Menschen gehören. Ferner die Kräfte der Erde an Licht, Wärme, Elektrizität ...  sollen sie sich zunutze machen. Alles sollen sie sich untertan machen und für alles den Vater preisen, der im Himmel ist. So ist und wird der Mensch der Erde Sinn, und der Lobgesang der Schöpfung – das „Benedicite“ - erhält so seinen wahren Inhalt und seine volle Geltung. Preisen sollen den Herrn alle seine Werke! Der Himmel mit seinen Sternen, die Erde mit allem, was sie erfüllt... Wir aber sollen diese leblosen Geschöpfe den Schöpfer preisen? Es fehlt ihnen der Geist, das Herz, der Mund. Da mu...

Mensch und Natur

Von Dr. Ingeborg Zengerer „Gott vergibt immer, Menschen manchmal, die Natur nie“, zitierte Papst Franziskus bei der UN-Ernährungskonferenz in Rom einen Ausspruch der Bewohner der Salomon Inseln und fügte hinzu: „Wir müssen uns um die Natur kümmern, damit sie nicht mit Zerstörung antwortet“ (grenzecho.net). Bereits die ersten Worte sind anfechtbar, denn „jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden, aber die Lästerung gegen den GEIST wird nicht vergeben . . ., weder in dieser noch in der zukünftigen Welt“ Mt 12, 31f). Davon abgesehen, genügt es nicht, sich einfach um die Natur zu kümmern, wenn dies nicht in Übereinstimmung mit GOTTES Willen geschieht.  GOTT hat zwar den Menschen nach SEINEM Abbild geschaffen, auf dass er über die Erde herrsche (Gen 1, 26ff.), aber unter der Voraussetzung, dass er seinerseits dem SCHÖPFER gegenüber gehorsam sei. Der Mensch aber hat sich gegen GOTT  aufgelehnt, wodurch sich sein Verhältnis zur Natur änderte (Gen 3)....

Das Leben der Weihe an das Heiligste Herz Jesu

Alle Übungen der „Andacht zum Unbefleckten Herzen Mariens und zum Heiligsten Herzen Jesu“ helfen uns die Weihe im Alltag umzusetzen.  Dazu gehört auch die tägliche kurze Weiheerneuerung, sowie die jährliche am Weihetag. Was die hl. Margareta Maria im Bezug auf die Verwirklichung der Weihe an das göttliche Herz Jesu an ihre frühere Oberin schreibt, trifft auch für uns zu: „Es gilt, sich selber und alles, was von uns abhängt, Seinem Heiligsten Herzen gänzlich aufopfern, vorbehalten, um nichts mehr zu wollen als durch den Willen dieses liebenswürdigen Herzens hindurch . . . Dieses göttliche Herz muss seh den Platz der unseren einnehmen, dass es allein in uns lebt und für uns handelt . . .“ „Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir!“  (Gal. 2, 20) sagt dementsprechend der Heilige Paulus: „Ich schenke euch mein Herz und lege einen neuen Geist in euer inneres. Euer steinernes Herz werde ich wegnehmen und euch ein Herz von Fleisch geben. Ich will Meinen Geist in e...