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Gottesfurcht und Menschenfurcht



„Fürchtet den, der Macht hat, Leib wie Seele zu verderben in der Hölle. Ich sage euch, diesen fürchtet!“ 

Der Herr lehrt uns, dass wir auch den Tod nicht scheuen, dass die Furcht vor dem Missfallen der Mächtigen kein Grund sein Dürfte, feige zu schweigen, wo ein offenes Bekenntnis, ein entschiedenes Auftreten erfordert ist. Dieses Herrenwort hat ein Geschlecht von Helden geboren. In den vordersten Reihen stehen hier noch die so ängstlichen Apostel selber. Wie furchtlos treten sie später auf, ein Petrus und Andreas, vor Synedrium und Königsthron, freudig bereit, für Christus zu leiden und zu sterben.

Es folgt die Heldenzeit der Märtyrer, über deren Geschichte man als Motto gerade dieses Wort des Meisters setzen könnte. Aber das Geschlecht stirbt nicht aus. Es lebt fort in den Päpsten von den ersten Bekennern bis auf Gregor VII., bis auf Papst Pius VI. und VII., die auch dem allgewaltigen Korsen fest und ruhig gegenübertraten, bis auf Pius IX. und sein mutiges:  „Non possumus, wir können nicht!“ 

In diesen Reihen stehen zahllose Bischöfe, angefangen von einen Ignatius von Antiochia, einem Polykarp und Athanasius bis auf einen Thomas Becker, einen Klemens August und die Bischöfe der Kulturkampfzeit, und jüngst die glorreichen Märtyrer von Mexico und Rußland.

Kein Stand hat mehr Märtyrer hervorgerufen als  der Stand der Bischöfe und Priester. Das ist ein bleibender Ruhm!


Quelle: Sonne Dich – P. Max Dudle SJ – Hersg.: DVCK e. V., Frankfurt am Main

Kommentare

Bob Reed hat gesagt…
Vielen Dank für eine aufschlussreiche essay.

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Der Dampfplauderer und die Abschaffung des Abendlands

von Michael Rieger

Kardinal Marx hat folgendes zu Protokoll gegeben: Vom Begriff des „christlichen Abendlands“ halte er nicht viel. Und er geht offensichtlich davon aus, dass es uns zu interessieren hat, wovon er viel oder wenig hält. Der Begriff sei „ausgrenzend“ (vgl. katholisch.de, 11. Januar 2019), er tauge nicht angesichts der Herausforderung, vor der Europa stehe, nämlich angesichts des friedlichen Zusammenlebens unterschiedlicher Religionen.

Da hat der Dampfplauderer Marx mal wieder auf den Tisch gehauen und vor allem eine Menge... Dampf produziert. Er redet halt gern und viel und hört sich auch gern und viel reden und er mag es, wenn die Leute ihn gern und viel reden hören mögen. Daher war es sehr erfreulich, als Oliver Maksan ein wenig von diesem Dampf, von dieser heißen Luft weggepustet hat und darauf hinwies, dass die Begriffskonstruktion „christliches Abendland“ eine Tautologie ist (vgl. Die Tagespost, 17. Januar 2019). Das ist in etwa so, als würde man von einem katholische…

Die Symbole im Herz-Jesu Bild und ihre Bedeutung

Aus dem heiligsten Herzen ragt das Kreuz hervor; es ist das Sinnbild des wahren Glaubens; er soll fest in unserem Herzen verankert sein, er lenkt unseren Blick beständig nach oben und vereingt uns mit dem Heiland. Danken wir daher oft dem Herrn, wenn wir das Herz Jesu Bild ansehen, daß wir katholisch sind!

Das heiligste Herz ist von einem Dornenkranz umgeben. Es ist das Sinnbild der Herzensbewachnung und mahnt uns deshalb zur Haltung der Gebote.

Die heilige Seitenwunde erinnert uns daran, daß wir erlöst sind, und fordert uns auf zum Gottvertrauen. Denn der Heiland, der uns so sehr geliebt hat, daß er sein Blut für uns vergossen hat, kann uns in keiner Not verlassen. Gottvertrauen gibt uns Flügel, daß wir uns aufschwingen bis zum Herzen Gottes.

Quelle: Sonne Dich, P. Max Dudle, 6. Juni

Du mein Schutzgeist Gottes Engel (Gebet zum Schutzengel)

Du mein Schutzgeist Gottes Engel
weiche ,weiche nicht von mir .
Leite mich durchs Tal der Mängel ,
Bis hinauf ,hinauf zu dir .

Laß mich stets auf dieser Erde,deiner Führung würdig sein ,
Daß ich immer besser werde,
Und mein Herz stets bleibe rein.

Sei zum Kampf an meiner Seite,
Wenn mir die Versuchung winkt,
Steh mir bei im letzten Streite ,wenn mein müdes Leben sinkt.

Sei in dieser Welt voll Mängel stets mein Freund und Führer hier!
Du mein Schutzgeist Gottes
Engel ,weiche ,weiche nicht von mir!