Freitag, 3. März 2017

Die große Verheißung hinsichtlich der ersten fünf Samstage

Am 10. Dezember 1925 erschien die heiligste Jungfrau der Seherin Lucia; neben ihr stand das Jesuskind auf einer lichten Wolke. Die Gottesmutter zeigte ihr Herz, das von Dornen umgeben war: das Kind wies darauf und sagte: „Habe Mitleid mit diesem gütigsten Herzen, das immerfort durch die menschliche Undankbarkeit gemartert wird, ohne dass es jemand mit Akten der Sühne tröstete.“

Und die Unbefleckte fügte hinzu:

„Meine Tochter, siehe mein Herz, das von Dornen umgeben ist, durch die es die undankbaren Menschen jeden Augenblick mit ihren Flüchen und ihrer Undankbarkeit durchbohren. Suche wenigstens du mich zu trösten; ich meinerseits verspreche allen jenen, welche am ersten Samstag von fünf aufeinanderfolgenden Monaten beichten, kommunizieren, den Rosenkranz beten und mir während 15 Minuten Gesellschaft leisten, indem sie die Rosenkranzgeheimnisse betrachten in der Absicht, mir Genugtuung zu leisten, in der Todesstunde mit den Gnaden beizustehen, die zu ihrem Heil erforderlich sind.“

Zwei Monate später, am 15 Februar 1926, ermutigte das Jesuskind sie in einer neuen Erscheinung, die Andacht zum Unbefleckten Herzen zu verbreiten, trotz der Schwierigkeiten, auf die der Beichtvater hinwies, da sie mit Hilfe der Gnade alle zu überwinden seien. Die Seherin fragte, ob man die Beichte am ersten Samstag ablegen müsse oder ob es genüge, wenn man während der Woche gebeichtet hat; Jesus antwortete ihr, das genüge, vorausgesetzt, dass man die heilige Kommunion im Stande der Gnade empfange und die angegebene Absicht habe.

Aus dem, was kurz dargelegt wurde, erhellt der Ursprung, das Ziel, die Form der Andacht und des Kultes der Liebe und der Sühne gegenüber dem Unbefleckten Herzen Marias, ebenso die dafür  verheißene göttliche Segensfülle.

Quelle: Maria Spricht zur Welt – Geheimnis und Weltgeschichtliche Sendung Fatimas – L. Gonzaga da Fonseca – Tyrolia-Verlag – Innsbruck, Wien, München

Verheißungen zum Herz-Jesu-Freitag

"Ich verspreche dir in der unendlichen Barmherzigkeit meines Herzens, dass seine allmächtige Liebe allen, die an neun aufeinanderfolgenden ersten Freitagen des Monats kommunizieren, die Gnade der endlichen Beharrlichkeit verliehen wird. Sie werden nicht sterben, ohne die heiligen Sakramente empfangen zu haben. Mein göttliches Herz wird ihre sichere Zuflucht in der letzten Stunde sein."

Mittwoch, 1. März 2017

Die Bedeutung von Aschermittwoch

Bild: Julian Fałat. Foto: Wikimedia Commons, Gemeinfrei
Der Aschermittwoch ist traditionsgemäß durch zwei Bräuche gekennzeichnet, die der christlichen Frömmigkeit am Herzen liegen: die Auflegung der Asche und das Fasten: zwei Handlungen, die den Körper betreffen, aber den Geist erreichen. Zwei vielsagende Handlungen, die eine innere Wirklichkeit darstellen. Sich der Speise enthalten, uns der Leidenschaften enthalten, uns der Nichtigkeiten der vergänglichen Welt enthalte, um uns unserer Lage als Sünder und gottbedürftige Geschöpfe klarer bewusst zu werden: Geschöpfe, die sich zu ihm bekehren müssen, der unsere wahre Freude ist. Gott, das unendliche unvergängliche Gut.

Die Fastenzeit ist darum eine “heilsame Zeit”, in der wir aufgefordert werden, in unserem Innern Einkehr zu halten, um die wahren Werte neu zu entdecken, auf die sich unser Leben gründen soll. Es ist eine Zeit des Nachdenkens und der Vertiefung, in der ein jeder mutig sein Leben überprüfen soll, so dass er sich der verschiedenen Punkte bewusst wird, in denen sein Verhalten nicht im Einklang mit dem Evangelium steht. Der Zweck ist schließlich, dem eigenen Leben dadurch einen mehr christlichen Stempel aufzuprägen, dass aufs neue der Vorrang des Geistes gegenüber einer oft allzu aufdringlichen Materie betont wird.

Die heute beginnenden Fastenzeit fordert uns im besonderen dazu auf, in Demut die strengen Worte des Apostels Jakobus anzuhören: “Reinigt die Hände, ihr Sünder, läutert euer Herz, ihr Menschen mit zwei Seelen! Klagt und trauert und weint! Euer Lachen verwandle sich in Trauer, eure Freude in Betrübnis. Demütigt euch vor dem Herrn; dann wird er euch erhöhen” (Jak 4, 8-10). Entziehen wir uns diesem Aufruf nicht! Wir sind alle betroffen. Ja, wir werden dem Herrn um so willkommener sein, je mehr wir diesen Aufruf als an uns gerichtet betrachten.

Die Fastenzeit fordert uns auf, besonders über unsere Hinfälligkeit, über unser “Staub sein” und über die Vergänglichkeit jener irdischen Güter nachzudenken, auf die unser Glück gründen zu wollen vergeblich wäre; dieses unser Glück liegt im Gegenteil einzig und allein in unserer aufrichtigen, freundschaftlichen Beziehung zu Gott, dem wahrhaft höchsten und absoluten Gut.

Die Fastenzeit mahnt uns, betrübt zu sein und zu bereuen, dass wir uns von Gott entfernt haben. Sie mahnt uns, zu ihm zurückzukehren. Sie fordert uns auf, uns die schmerzlichen, ja tragischen Auswirkungen dieser Loslösung von ihm bewusst zu machen.

(...) Das Eingeständnis unserer Schuld, Reue und Umkehr machen uns offen und bereit für Gottes Vergebung und verwandelnde Gnade. Dabei helfen uns vor allem die drei wichtigen Werke, zu denen uns die Fastenzeit besonders einlädt: das Gebet, das Geben von Almosen und das Fasten. Pflegen wir also in den kommenden Wochen einen lebendigen und intensiven Umgang mit Gott durch Gebet und Opfer, bemühen wir uns um eine größere Hilfsbereitschaft unserern notleidenden Mitmenschen gegenüber und üben wir durch Fasten unsere sittliche Selbstbeherrschung, die uns zu einer inneren Erneuerung befähigt.

Johannes Paul II am Aschermittwoch 1986

Samstag, 25. Februar 2017

Gregor XVI.: Erneuerung der Kirche um Bestand zu sichern ist widersinnig

Papst Gregor XVI. Foto: Gemeinfrei, Wikimedia Commons
Bedienen Wir Uns der Worte der Väter des Konzils von Trient, die besagen, daß die Kirche von Jesus Christus und Seinen Aposteln unterrichtet und vom Heiligen Geist ohne Unterlaß belehrt wird, der sie in alle Wahrheiten einführt. Deshalb wäre es völlig widersinnig und für die Kirche höchst beleidigend, von einer Erneuerung und Widerbelebung zu sprechen, die notwendig wäre, um ihren Bestand und ihr Wachstum zu sichern, als ob man glauben würde, sie sei dem Untergang, der Verdunkelung oder anderen Mängeln dieser Art ausgesetzt. Die Erneuerer legen mit solchen Bestrebungen die Grundlagen zu neuen, rein menschlichen Einrichtungen und versuchen zu erreichen, was Cyprian immer verabscheut hat, und zwar die Kirche, die eine göttliche Angelegenheit ist, zu einer menschlichen Sache werden zu lassen. Die eine solche Richtung planen, mögen erwägen, daß dem Römischen Papst alleine die Verordnungen der Regeln der Kirche zustehen, so wie es der heilige Papst Leo bezeugt. Ihm alleine, und nicht einem beliebigen Menschen, ist es gegeben, über die Regeln der väterlichen Einrichtungen zu beschließen. Der heilige Papst Gelasius schreibt, die Verordnungen des Kirchenrechtes abzuwägen und die Vorschriften anzupassen, damit das, was die Notwendigkeit der Zeit für die Wiederherstellung der Kirchen zu beseitigen drängt, nach reiflicher Überlegung gemildert werde.

Quelle. Enzyklika »Mirari vos« vom 15. August 1832 (über Äußerungen zu den Verwirrungen in Kirche und Staat)

Papst Gregor XVI.: Maria besiegt alle Irrtümer

Laßt uns Augen und Hände zur Allerseligsten Jungfrau Maria erheben, damit durch sie alles zum verheißenen und glücklichen Ziel gelange. Sie alleine ist die Siegerin über alle Irrtümer, unsere größte Zuflucht und der wahre Grund unserer Hoffnung. Erwirke sie uns durch ihre Fürbitte während diesen Zeiten der großen Not, in der sich die Herde des Herrn befindet, Unsere Bestrebungen, Planungen und Handlungen zum besten Erfolg zu führen. Erheben Wir unser demütiges Gebet auch zum Apostelfürsten Petrus und seinem Mitapostel Paulus. Erflehen Wir von ihnen, daß Ihr alle gleichsam einer Schutzmauer gegen den Feind stehen möget, damit kein anderer Grund gelegt werde, als der, welcher bereits gelegt ist. Gestützt auf diese freudige Hoffnung, vertrauen Wir darauf, daß uns der Urheber und Vollender des Glaubens, Jesus Christus, uns allen schließlich seinen Trost inmitten aller dieser Trübsale, die uns heimgesucht haben, schenken wird.

Quelle. Enzyklika »Mirari vos« vom 15. August 1832 (über Äußerungen zu den Verwirrungen in Kirche und Staat)