Dienstag, 11. April 2017

Das Herz Jesu sehnt sich nach uns

Für jeden bin ich bereit, meine ganze Liebe zu schenken

Komm, damit ich euch alle an meinen Herz ziehe, das so sehr auf euch wartet. Meine Liebe sehnt sich nach jedem einzelnen von euch. Für jeden bin ich bereit, meine ganze Liebe zu schenken, um euch ewig glücklich zu machen. Von Ewigkeit her ist diese Liebe durch meinen Vater meinem Herzen eingegossen.Verborgen ruhte sie in meinem Kinderherzen, das in dieser Liebe nie vom Vater und seine unendlichen Güte zu euch getrennt war. Mein Leben war in der immerwährenden Liebe zum Vater immerzu eins mit seinem Willen, zu eurer Rettung und Erlösung.

Es hat seine Erfüllung gefunden in der Kreuzesliebe, die die innigste Verbindung ist zwischen dem Vater und mir, und damit auch die Tiefste Liebe zu euch. Möchtet ihr doch staunend stehen vor dem Wunder dieser Liebe und euch hineinziehen lassen in das Herz des Vaters, in dem ich bin, und das euch in mir aufgeschlossen ist zu ewiger Seligkeit.


Quelle: Die Liebe Gottes und die Wunden Jesu – Franziska Maria von der gekreuzigten Liebe – Betrachtungen – Band 2 – Verlag UCLG, Augsburg

Freitag, 7. April 2017

Der Herz-Jesu-Freitag: ein Tag der Segnungen

Die Feier des ersten Freitags jeden Monats ist wie keine andere Andachtsübung geeignet, in die wahre Andacht zum heiligsten Herzen einzuführen. Als Jesus sich eines Tages der heiligen Margarete-Maria offenbarte, verlieh er ihr eine innige Liebe zu ihm und ließ in ihrem Herzen als Zeichen hierfür einen heftigen Schmerz zurück, der ihr ganzes Leben andauerte. Dieser Schmerz stellte sich jeden ersten Monatsfreitag ein, wobei der Herr ihr Geheimnisse seines heiligsten Herzens enthüllte. In einer dieser Erscheinungen zeigte der heiland ihr seine heiligen fünf Wunden in himmlischem Glanze. Er beklagte sich über den Undank und die Kälte der Menschen gegen seine Liebe und gab ihr den Auftrag, ihn am ersten Freitag eines jeden Monats in der heiligen Kommunion zu empfangen, um so die Unbill gutzumachen, die während des vorhergehenden Monats vor dem Allerheiligsten begangen wurde, Von da an ermunterte die Heilige auch andere dieser Übung.

Schon zu ihren Lebzeiten wurde auf ihre Anregung in Paray jeden ersten Freitag des Monats eine Prozession mit feierlicher Abbitte vor dem Allerheiligsten abgehalten. Damals schon gab es Kapellen, in denen von frommen Verehrern des heiligsten Herzens Jesu Messen für alle ersten Freitage des ganzen Jahres gestiftet wurde.

Die Päpste haben die Andacht zum göttlichen Herzen Jesu begrüßt. In dem Schreiben der Ritenkongregation vom 21. Juni 1899 heißt es: "Der Heilige Vater wünscht, dass die dringend empfohlene und an vielen Orten übliche Praxis, am ersten Freitag eines jeden Monats eine Andacht zu Ehren des göttlichen Herzens Jesu abzuhalten, sich immer weiter ausbreite und dass dabei die von ihm approbierte Litanei öffentlich gebetet und die Weihe erneuert werde."

Die Herz-Jesu-Verehrung an den ersten Freitagen hat sich in der ganzen katholischen Welt rasch verbreitet, sie wird wie eine Quelle betrachtet, der viel Segen entströmt und die reichliche Gnaden auf die Pfarreien und die einzelnen Seelen herabzieht.

Freitag, 3. März 2017

Die große Verheißung hinsichtlich der ersten fünf Samstage

Am 10. Dezember 1925 erschien die heiligste Jungfrau der Seherin Lucia; neben ihr stand das Jesuskind auf einer lichten Wolke. Die Gottesmutter zeigte ihr Herz, das von Dornen umgeben war: das Kind wies darauf und sagte: „Habe Mitleid mit diesem gütigsten Herzen, das immerfort durch die menschliche Undankbarkeit gemartert wird, ohne dass es jemand mit Akten der Sühne tröstete.“

Und die Unbefleckte fügte hinzu:

„Meine Tochter, siehe mein Herz, das von Dornen umgeben ist, durch die es die undankbaren Menschen jeden Augenblick mit ihren Flüchen und ihrer Undankbarkeit durchbohren. Suche wenigstens du mich zu trösten; ich meinerseits verspreche allen jenen, welche am ersten Samstag von fünf aufeinanderfolgenden Monaten beichten, kommunizieren, den Rosenkranz beten und mir während 15 Minuten Gesellschaft leisten, indem sie die Rosenkranzgeheimnisse betrachten in der Absicht, mir Genugtuung zu leisten, in der Todesstunde mit den Gnaden beizustehen, die zu ihrem Heil erforderlich sind.“

Zwei Monate später, am 15 Februar 1926, ermutigte das Jesuskind sie in einer neuen Erscheinung, die Andacht zum Unbefleckten Herzen zu verbreiten, trotz der Schwierigkeiten, auf die der Beichtvater hinwies, da sie mit Hilfe der Gnade alle zu überwinden seien. Die Seherin fragte, ob man die Beichte am ersten Samstag ablegen müsse oder ob es genüge, wenn man während der Woche gebeichtet hat; Jesus antwortete ihr, das genüge, vorausgesetzt, dass man die heilige Kommunion im Stande der Gnade empfange und die angegebene Absicht habe.

Aus dem, was kurz dargelegt wurde, erhellt der Ursprung, das Ziel, die Form der Andacht und des Kultes der Liebe und der Sühne gegenüber dem Unbefleckten Herzen Marias, ebenso die dafür  verheißene göttliche Segensfülle.

Quelle: Maria Spricht zur Welt – Geheimnis und Weltgeschichtliche Sendung Fatimas – L. Gonzaga da Fonseca – Tyrolia-Verlag – Innsbruck, Wien, München

Verheißungen zum Herz-Jesu-Freitag

"Ich verspreche dir in der unendlichen Barmherzigkeit meines Herzens, dass seine allmächtige Liebe allen, die an neun aufeinanderfolgenden ersten Freitagen des Monats kommunizieren, die Gnade der endlichen Beharrlichkeit verliehen wird. Sie werden nicht sterben, ohne die heiligen Sakramente empfangen zu haben. Mein göttliches Herz wird ihre sichere Zuflucht in der letzten Stunde sein."

Mittwoch, 1. März 2017

Die Bedeutung von Aschermittwoch

Bild: Julian Fałat. Foto: Wikimedia Commons, Gemeinfrei
Der Aschermittwoch ist traditionsgemäß durch zwei Bräuche gekennzeichnet, die der christlichen Frömmigkeit am Herzen liegen: die Auflegung der Asche und das Fasten: zwei Handlungen, die den Körper betreffen, aber den Geist erreichen. Zwei vielsagende Handlungen, die eine innere Wirklichkeit darstellen. Sich der Speise enthalten, uns der Leidenschaften enthalten, uns der Nichtigkeiten der vergänglichen Welt enthalte, um uns unserer Lage als Sünder und gottbedürftige Geschöpfe klarer bewusst zu werden: Geschöpfe, die sich zu ihm bekehren müssen, der unsere wahre Freude ist. Gott, das unendliche unvergängliche Gut.

Die Fastenzeit ist darum eine “heilsame Zeit”, in der wir aufgefordert werden, in unserem Innern Einkehr zu halten, um die wahren Werte neu zu entdecken, auf die sich unser Leben gründen soll. Es ist eine Zeit des Nachdenkens und der Vertiefung, in der ein jeder mutig sein Leben überprüfen soll, so dass er sich der verschiedenen Punkte bewusst wird, in denen sein Verhalten nicht im Einklang mit dem Evangelium steht. Der Zweck ist schließlich, dem eigenen Leben dadurch einen mehr christlichen Stempel aufzuprägen, dass aufs neue der Vorrang des Geistes gegenüber einer oft allzu aufdringlichen Materie betont wird.

Die heute beginnenden Fastenzeit fordert uns im besonderen dazu auf, in Demut die strengen Worte des Apostels Jakobus anzuhören: “Reinigt die Hände, ihr Sünder, läutert euer Herz, ihr Menschen mit zwei Seelen! Klagt und trauert und weint! Euer Lachen verwandle sich in Trauer, eure Freude in Betrübnis. Demütigt euch vor dem Herrn; dann wird er euch erhöhen” (Jak 4, 8-10). Entziehen wir uns diesem Aufruf nicht! Wir sind alle betroffen. Ja, wir werden dem Herrn um so willkommener sein, je mehr wir diesen Aufruf als an uns gerichtet betrachten.

Die Fastenzeit fordert uns auf, besonders über unsere Hinfälligkeit, über unser “Staub sein” und über die Vergänglichkeit jener irdischen Güter nachzudenken, auf die unser Glück gründen zu wollen vergeblich wäre; dieses unser Glück liegt im Gegenteil einzig und allein in unserer aufrichtigen, freundschaftlichen Beziehung zu Gott, dem wahrhaft höchsten und absoluten Gut.

Die Fastenzeit mahnt uns, betrübt zu sein und zu bereuen, dass wir uns von Gott entfernt haben. Sie mahnt uns, zu ihm zurückzukehren. Sie fordert uns auf, uns die schmerzlichen, ja tragischen Auswirkungen dieser Loslösung von ihm bewusst zu machen.

(...) Das Eingeständnis unserer Schuld, Reue und Umkehr machen uns offen und bereit für Gottes Vergebung und verwandelnde Gnade. Dabei helfen uns vor allem die drei wichtigen Werke, zu denen uns die Fastenzeit besonders einlädt: das Gebet, das Geben von Almosen und das Fasten. Pflegen wir also in den kommenden Wochen einen lebendigen und intensiven Umgang mit Gott durch Gebet und Opfer, bemühen wir uns um eine größere Hilfsbereitschaft unserern notleidenden Mitmenschen gegenüber und üben wir durch Fasten unsere sittliche Selbstbeherrschung, die uns zu einer inneren Erneuerung befähigt.

Johannes Paul II am Aschermittwoch 1986