Direkt zum Hauptbereich

Posts

Es werden Posts vom Oktober, 2008 angezeigt.

Klemens Maria Hofbauer

Die Wende zum 19. Jahrhundert war für Europa eine Zeit schwerer kriegerischer Auseinandersetzungen. Weit gefährlicher als die politischen Auswirkungen waren die Auswirkungen auf den Glauben und die Einheit der Kirche. Auch in Österreich hielten Staatskirchen und Aufklärung ihren Einzug. Theologie und Seelsorge wurden allzu sehr vom Rationalismus infiziert.
In Taßnitz bei Znaim in Südmähren wurde der Mann geboren, der ein entschiedener Vorkämpfer werden sollte. Sein Vater – ein Tscheche – er hatte seinen Namen Dvorak in Hofbauer eingedeutscht, seine Mutter war eine Deutsche. Mit einer zähen Energie verband sich ein tiefes Gemüt von solcher Empfindsamkeit, daß ihn seelische Erschütterungen tagelang auf das Krankenbett werfen konnten.

Diese Mischung slawischen und deutschen Blutes, die bäuerlich-ländliche Umgebung in den ersten zwanzig Jahren – der Vater war früh gestorben – und vor allem Einfluß seiner frommen Mutter formten zusammen mit der Gnade Gottes jenen rastlosen Arbeiter und ruhe…

Menschenrechte

175. Rundbrief der Militia Sanctae Mariae

Von Altabt Dr. Thomas Niggl OSB, Ettal
Es ist zweifellos ein Fortschritt, daß der Begriff “Menschenrechte“ weltweit anerkannt ist und von den Vereinten Nationen verpflichtend auferlegt wurde, wenn es auch ein weiter weiter Weg ist, bis praktisch danach gehandelt wird. Ideale brauchen immer lang, je höher und anspruchsvoller sie sind, umso länger. Man muß sich sogar darüber klar sein, daß Ideale nie voll verwirklicht werden, und darf trotzdem nicht resignieren.

Es ist durchaus zu bejahen, daß christliche Gemeinschaften die Durchführung der Menschenrechte als einer ihrer vordringlichsten Aufgaben bezeichnen, sonst wird daraus eine neue Sekte. Schließlich entstanden alle Sekten, indem man einen Punkt herausnahm und ihn einseitig und über Gebühr betonte.

Zunächst darf man Jesus Christus zum “Menschenrechtler“ degradieren. Sein eigentliches Ziel war die Ehre seines Vaters. Man riskiert gesteinigt zu werden, so P. Franz Gypkens, wenn man das unter Chri…