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Es werden Posts vom April, 2012 angezeigt.

Zum Marienmonat Mai: Ein Hauptinteresse Jesu: Die Ehre Seiner Mutter

Dies ist ein anderes Hauptinteresse Jesu, und die ganze Geschichte der Kirche zeigt, wie nahe es seinem heiligsten Herzen liegt. Die Liebe zu ihr besonders zog Ihn vom Himmel herab, und die Verdienste Mariens bestimmten den Zeitpunkt der Menschwerdung. 

Sie war die Auserwählte der allerheiligsten, unzertrennlichen Dreifaltigkeit, die auserlesene Tochter des Vaters, die vorherbestimmte Mutter des Sohnes und die erkorene Braut des Heiligen Geistes. Die wahre Lehre Jesu war zu allen Zeiten innig mit der Andacht zu Maria verbunden, und die Mutter kann nur verwundet werden, wenn man den Sohn angreift. So ist Maria das Erbteil demütiger und glaubenstreuer Katholiken; wie die Andacht zu ihr zunimmt, so auch die Heiligkeit. Die Heiligen haben sich in der Schule ihrer Liebe gebildet. 
Die Sünde hat keinen größeren Feind als Maria, denn der Gedanke an sie ist ein Zauber gegen dieselbe, und die Teufel zittern bei ihrem Namen. 
Niemand kann den Sohn lieben, ohne dass auch die Liebe zur Mutt…

Plinio Correa de Oliveira: „Sie hatten seine Hände gebunden, weil diese das Gute taten“

Plinio Corrêa de Oliveira

Warum ist Jesus von den Folterknechten gefesselt worden? Warum haben sie die Bewegungen Seiner Hände verhindert und sie mit harten Stricken festgebunden? Nur der Haß oder die Furcht hätten eine Erklärung dafür geben können, warum jemand derart zur Unbeweglichkeit und zur Ohnmacht reduziert wird. Warum ein solcher Haß gegen diese Hände? Warum eine solche Angst vor ihnen?

Die Hand ist einer der ausdrucksvollsten und edelsten Teile des menschlichen Körpers. Wenn die Päpste und die Eltern den Segen erteilen, tun sie das mit einer Geste der Hand. Um zu beten, faltet der Mensch die Hände oder hebt sie zum Himmel empor. Wenn er Macht versinnbildlichen will, hält er das Zepter mit der Hand. Wenn er Kraft zum Ausdruck bringen möchte, trägt er das Schwert. Mit der Hand überreicht der Arzt die Medizin; mit der Hand hilft der mildtätige Mensch den Armen, den Greisen und den Kindern. Und deswegen küssen die Menschen die Hände derjenigen, die Gutes vollbringen, und fesseln…

Mich dürstet

Die Liebe und das Mitleid des Heilands für uns offenbarte sich sehr klar in dem Verlangen des göttlichen Herzens, für uns noch mehr zu leiden, als es schon gelitten hatte. Das wird bei der Erklärung des Wortes „Mich dürstet“ gezeigt:

„Sieh o, Mensch, wie sehr ich um deines Heiles willen erschöpft und verzehrt bin. Sieh, welche Qual und Schmerzen ich erdulde. Die Wut und Grausamkeit der Menschen vernichtete mich beinahe, die Sünder der Erde tranken mein Blut, und noch genügt dies meinem Herzen nicht, noch ist die Flamme meiner Liebe nicht gestillt, denn sofern es nötig und meinem himmlischen Vater wohlgefällig wäre, würde ich zu eurer Bekehrung und ewigen Seligkeit bis auf den jüngsten Tag in diesem Jammer und diesem Schmerz am Kreuze hängen, um bloß meine unermessliche Liebe euch zu bezeugen, eure felsenharten Herzen zu erweichen und euch zur Gegenliebe gegen mich zu entzünden.


(Karl Richstätter, Die Herz-Jesus-Verehrung des deutschen Mittelalters)