Donnerstag, 7. August 2008

Die Verklärung Christi


Von Benjamin Greschner

„Ist das der Leib, Herr Jesus Christ,
der tot im Grab gelegen ist?
Kommt, kommt, ihr Christen jung und alt,
schaut die verklärte Leibsgestalt!
Halleluja, Halleluja!

Der Leib ist klar, klar wie Kristall,
Rubinen gleich die Wunden all,
die Seel durchstrahlt ihn licht und rein
wie tausendfacher Sonnenschein.
Halleluja, Halleluja!“

Die beiden ersten Strophen des Liedes „Ist das der Leib Herr Jesus Christ“, das aus der Feder des berühmten deutschen Jesuiten Friedrich Spee von Langenfeld stammt, führen uns direkt in Mittelpunkt des Festtages, welchen wir heute genauer betrachten möchten. Am 6. August begeht die Weltkirche traditionell das Fest der Verklärung des Herrn. Einzig in England und Frankreich wird dieses Fest am 27. Juli gefeiert. Das Gottesvolk gedenkt an diesem Festtag der Verklärung Jesu, wie sie im heiligen Evangelium (Mt 17,1-13) geschildert wird: auf dem Gipfel des Berges Tabor – östlich von Nazareth – wurde Christus vor den Aposteln Petrus, Johannes und Jakobus vom „Taborlicht“, einem überirdischen Licht, überstrahlt. Er erschien seinen Jüngern im himmlischen Glanze, sein Leib war verklärt und klar wie Kristall. Dabei erschienen Moses und Elija und sprachen mit dem Messias. Dann sprach Gottvater selbst: "Siehe, das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe"

Berichten aus dem siebten Jahrhundert zufolge wurde das Fest der Verklärung des Herrn im vierten Jahrhundert nach Christus anstelle eines heidnischen Rosenblütenfestes eingesetzt. 1456 wurde das Fest der Verklärung Jesu für die Gesamtkirche angeordnet. Papst Callistus III. wollte auf diese Weise des Sieges der Christenheit über die Türken bei Belgrad gedenken. Gemäß einem westkirchlichen Brauchtum werden an diesem Festtag übrigens die Weintrauben gesegnet. In der Ostkirche werden neben den Weintrauben auch zahlreiche andere Früchte unter den Segen des Allmächtigen gestellt.


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Herz Jesu Bild

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