Freitag, 25. Oktober 2013

Hl Hildegard von Bingen über die Eucharistie

St. Hildegard von Bingen
Als ein sichtbares Zeichen seiner fortdauernden Gegenwart hat Christus seine Kirche zur Verbreitung seiner Botschaft und zur Feier seiner Sakramente gestiftet, die jedoch , genau so wie er selbst, viele Kämpfe von innen und außen zu erleiden hat. Die zerstörerischen Kräfte werden trotzdem nicht ,, die Oberhand gewinnen, um die leuchtende Werke der Gläubigen zu verdunkeln oder umzustürzen."

Wir nähern uns dem tiefsten Geheimnis des Christlichen Glaubens, der Feier der Eucharistie, als großen Dank für die Liebe Gottes. Über 2000 Jahre lang haben Gläubige darin die Verbindung mit Christus und seiner Gegenwart erlebt. Durch nichts konnte dieses Sakrament erschüttert werden, weder durch Angriffe von außen noch durch Unglauben von innen. Der äußere Ablauf der Feier ist eher nüchtern und das innere Geschehen erschließtsich nur einem tief gläubigen Herzen - oder einem Mystiker.

Hören wir, was die Heilige Hildegard erfährt: Da sah ich, als nun ein Priester, mit den Heiligen Gewändern bekleidet, zur Feier der Göttlichen Geheimnisse an den Altar trat, wie plötzlich heller Lichtglanz vom Himmel kam. Engel folgten ihm, und das Licht umflutete den Altar. Nachdem die Opfergabe für die Konsekration auf dem Altar bereitgelegt war, sang der Priester den Lobpreis des ,Sanctus' und das unaussprechliche Mysterium begann. Ein Feuriges Blitzen von unbeschreiblich lichter Klarheit fiel auf die Opfergaben nieder und durchströmte sie ganz mit seiner Herrlichkeit, wie die Sonne den Gegenstand, den sie bestrahlt, mit ihrem Lichte durchdringt...

Obgleich nun die Opfergaben für das Auge der Menschen noch das Aussehen von Brot und Wein hatten, waren sie doch in wahres Fleisch und wahres Blut umgewandelt...

Das Geheimnis ist vor dem Auge der Menschen verhüllt... wie einst die Gottheit sich hinter der Menschheit verbarg.

(,,Wisse die Wege", ,,Scivias",II/6)

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