Donnerstag, 7. November 2013

Das Herz Jesu, ein Symbol der unermesslichen Liebe Gottes - I




Kard. Medina Estevez

            Als Hirte der Kirche kann man immer wieder mit Genugtuung feststellen, welch tiefe Wurzeln die  Verehrung des Heiligsten Herzens unseres Erlösers und ihrer besonderen Merkmale in allen Schichten des katholischen Volkes geschlagen hat, und dazu beiträgt, die Botschaft der Liebe, die den Kern der christlichen Offenbarung bildet, lebendig zu halten. Ohne Bedenken darf man behaupten, dass mit der Verehrung der göttlichen Barmherzigkeit, wie sie von der heiligen Faustina Kovalska verbreitet und vom seligen Papst Johannes Paul II. mit Begeisterung aufgenommen wurde, ein neues Kapitel dieser Glaubenswahrheit beginnt, die zum dauernden, traditionellen und wesentlichen Bestand des Christentums gehört und im Laufe der vom Heiligen Geist gelenkten Geschichte der Kirche immer wieder aktuelle und untereinander verbundene Formen annimmt.

            Wenn Jesus behauptet, dass Gott so sehr die Welt geliebt hat, dass Er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht zugrunde gehe, sondern das ewige Leben habe (Joh 3,16), so entspricht dies der Definition, die der heilige Johannes mit den Worten Gott ist Liebe (1 Joh 4,16) zum Ausdruck bringt. Das bedeutet, dass Gott nicht nur Liebe empfindet, so wie wir Liebe empfinden können oder auch nicht, sondern dass er Liebe ist. Er kann gar nicht aufhören, Liebe zu sein, und sie weder vermindern noch verlieren.
(Aus dem Vorwort zum Buch Das Heiligste Herz Jesu)

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