Donnerstag, 26. Dezember 2013

Der hl. Johannes, der erste Verehrer des Herzens Jesu


Schon immer hat es die Verehrung des Herzens Jesu in der Kirche gegeben. Ein besonderer Platz kommt in dieser Verehrung dem heiligen Evangelisten Johannes, dem Lieblingsjünger Jesu zu. Die katholische Frömmigkeit pflegt ihn als den ersten Verehrer des Herzens Jesu anzusehen, denn als er beim letzten Abendmahl seinen Kopf an der Brust des Heilands barg, konnte er als erster den Schlag des göttlichen Herzens vernehmen.

Wer die wahre Natur der Herz-Jesu-Verehrung verstehen will, muss nach den Worten Pius’ XII. „von der Heiligen Schrift, der Überlieferung und der Liturgie“ ausgehen.

Das vorherrschende Motiv der Herz-Jesu-Verehrung ist die Liebe Jesu zu den Menschen und zum Vater. Diese Liebe offenbart sich in der Heiligen Schrift immer wieder. In seiner Enzyklika Haurietis aquas zitiert Pius XII. die Worte des Propheten Isaias, die sich auf das Herz Jesu anwenden lassen: „Vergisst denn eine Frau ihren Säugling, erbarmt sie sich nicht ihres leiblichen Sohnes? Möge auch diese vergessen, ich vergesse dich nicht!“ (Is 49,15). In der Verehrung des Herzens Jesu tut sich die Liebe Gottes zu den Menschen kund.

Es gibt eine Stelle in den Evangelien die schon immer die Aufmerksamkeit der Gelehrten und der Verehrer des Herzens Jesu auf sich gezogen hat. Als der Herr einmal zu der Menge über die Bedeutung der Unschuld und der Anspruchslosigkeit beim Erwerb geistiger Güter sprach, stellte er sein Herz als Beispiel hin, das all jene nachahmen sollten, die in ihrer Orientierungslosigkeit einen festen Weg für ihre Schritte suchen. Seine Rede endet mit den Worten: „Kommt zu mir alle, die ihr mühselig seid und beladen, und ich will euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und demütig von Herzen, und ihr werdet Erquickung finden für eure Seelen, denn mein Joch ist sanft und meine Bürde ist leicht.“ (Mt 11,25-30)

Darum geht es im Grunde bei der Verehrung des Herzens Jesu: um die Nachahmung. Wir sollen von ihm lernen. Darin ist alles zusammengefasst. Wir sollen fühlen wie der Herr. Seinen Geist und seine Gesinnung sollen wir uns aneignen.

 Anm: Der Gedenktag des hl. Johannes wird am 27. Dezember gefeiert


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