Donnerstag, 2. Oktober 2014

Familiensynode: ZdK fordert Zeitgeistkirche


Mathias von Gersdorff

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken erwartet von der Familiensynode, die in wenigen Tagen im Vatikan beginnen wird, „dass sie ihre derzeitige Verkündigung zu Fragen der Ehe und zur Sexualität grundlegend neu bedenkt.“
Das ZdK verwendet in seiner Pressemitteilung vom 1. Oktober 2014 die üblichen Reizwörter: das voreheliche Zusammenleben, der Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen, die Bewertung von Homosexualität und die künstliche Empfängnisverhütung.
Seit Jahren fordert das ZdK, die Kirche möge die Lehre hinsichtlich dieser Themen ändern, als ob sie das tun könnte. In den Augen des ZdK ist die katholische Kirche eine Art Wohlfühlverein, der seine Verkündigung laufend ändern sollte, um die Menschen glücklich zu machen. Dass die Kirche sich an die Wahrheit halten muss, scheint für das ZdK zweitrangig.
In seiner letzten Stellungnahme macht das ZdK noch deutlicher als sonst, dass die Kirche eigentlich eine diesseitige Institution sei, die sich am Volk orientieren soll: "Die Synode sollte sich zum Ziel setzen, die Menschen in der Welt von heute in ihren Lebenswelten mit dem Kern des Ehe- und Familienverständnisses der katholischen Kirche zu erreichen".
In diesem Satz wird deutlich, dass das ZdK ein seltsames Kirchenverständnis hat. Der Heiland, die Apostel und die Kirche überhaupt wirken, um die Menschen und die Gesellschaft, in der sie leben, radikal zu verändern und auf Gott und ihr Heil hin auszurichten. Das Ziel der Kirche ist, die Menschen zu einer Konversion zu bewegen. Dieser Anspruch ist universell und besteht solange die Welt existiert.
Wenn sich die Kirche an „die Menschen in der Welt von heute in ihren Lebenswelten“ wendet, so ist es, um sie zu lehren und zu bekehren. Keinesfalls, um sie in ihrer Lebensweise zu bestärken.
Das ZdK vertritt nicht nur eine seltsame Auffassung des Verhältnisses zwischen Kirche und Welt, sondern es will auch nicht sehen, in welchem Zustand sich die Welt befindet.
Die „Lebenswirklichkeit“, die das ZdK in ihrer Presseerklärung im Blick hat, also die Situation der Ehe, vorehelicher Geschlechtsverkehr usw., sind heute entscheidend von einem Prozess geprägt, der ausdrücklich gegen die Kirche und das Lehramt gerichtet war: Die sog. „Sexuelle Revolution“.
Viele Menschen haben heute Schwierigkeiten, die Sexual- und Ehelehre der Kirche mit ihrer Lebenswirklichkeit zusammenzubringen, weil sie von der „Sexuellen Revolution“ der 1968er-Bewegung beeinflusst sind..
Doch die Lehre der Kirche und die Thesen der „Sexuellen Revolution“ sind absolut unvereinbar.
Zu fordern, die Kirche solle diese Realität akzeptieren, ist ungeheuerlich. Genauso wenig darf sie das tun, wie sich die Apostel in biblischer Zeit mit der Sittenlosigkeit der antiken Welt abfinden konnten.
Eine solche Vorgehensweise wäre zudem zutiefst unbarmherzig: Barmherzigkeit bedeutet zu allererst, die Menschen zu Gott heranzuführen. Heute bedeutet das konkret, ihnen zu erklären, wie schädlich für sie die Auswirkungen der „Sexuellen Revolution“ sind.
Die Kirche muss eine Bekehrung der Menschen anstreben, was nicht ohne eine scharfe Verurteilung der Entwicklungen der letzten 50 Jahre hinsichtlich Ehe, Familie und Sexualität möglich ist.

Kommentare:

Marc Lüger hat gesagt…

Hervorragender Kommentar, der den Nagel auf den Kopf tritt, werter Herr von Gersdorff!

Mich vertritt das ZdK NICHT!!!!!

Es wird höchste Zeit, daß sich unsere Bischöfe vom ZdK lösen und mit dem papst- und vatikantreuen "Forum Deutscher Katholiken" zusammenarbeiten.

Das liberale und protestantisierte ZdK sollte sich umbenennen in "ZdM" = Zentralkomitee des Mainstream, da es sich immer mehr von der genuinen Lehre unserer Hl. RKK entfernt!

Viele christliche Mystiker, Selige und Heilige, warnen eindringlich vor der Protestantisierung, Liberalisierung und dem Reformeifer vieler Laien und Geistlichen. Sehr viele werden noch vom wahren Glauben abfallen und die Lehre der Hl. RKK verwässern.

http://www.katholisches.info/2013/06/24/prophezeiungen-der-mystikerin-anna-katharina-emmerick-und-die-verwustung-der-kirche/

Alle papst- und vatikantreuen Katholiken, alle Katholiken, die den katholischen Glauben und die Hl. RKK lieben, müssen dem Relativismus, Protestantismus, Atheismus, Liberalismus und Hedonismus eine klare und unmissverständliche Absage erteilen!

In der Hl. RKK geschehe Gottes Wille, nicht der Wille des ZdK oder anderer Reformkatholiken!

Wer die Hl. RKK, die Kirche Jesu Christi, wirklich liebt, der hält in Treue fest zu ihr und ihrer genuinen Lehre!

Marc Lüger

Reinhard Pauck hat gesagt…

Wer der Welt freund sein will,
wird Gottes Feind sein !
ZdK gehört nicht in eine christliche
Kirche !!!
Reinhard Pauck