Sonntag, 14. Dezember 2014

Blutzeugen des 20. Jahrhunderts


Deutsches Martyrologium in sechster Auflage

Zur Erinnerung an die Märtyrer des 20. Jahrhunderts ist jetzt die sechste Auflage des Deutschen Martyrologiums unter dem Titel „Zeugen für Christus“ erschienen. Damit kommt die katholische Kirche in Deutschland dem Aufruf von Papst Johannes Paul II. nach, die Märtyrer des 20. Jahrhunderts in Erinnerung zu halten: „Die Märtyrer sind zurückgekehrt, häufig unbekannt, gleichsam ‚unbekannte Soldaten‘ der großen Sache Gottes. Soweit als möglich dürfen ihre Zeugnisse in der Kirche nicht verloren gehen. Wie beim Konsistorium empfohlen wurde, muss von den Ortskirchen alles unternommen werden, um durch das Anlegen der notwendigen Dokumentation nicht die Erinnerung zu verlieren an diejenigen, die das Martyrium erlitten haben“, so Papst Johannes Paul II. in seinem Schreiben zur Einberufung des Heiligen Jahrs 2000.

Dieser Aufgabe stellt sich seit vielen Jahren im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz Prälat Prof. Dr. Helmut Moll. Mit mehr als 100 neuen Lebensbildern von Blutzeugen und Gewaltopfern aus dem vergangenen Jahrhundert ergänzte er die zugrunde liegende fünfte Auflage des Martyrologiums aus dem Jahr 2012

Das Gesamtprojekt zur Märtyrergeschichte des 20. Jahrhunderts wurde 1994 von Papst Johannes Paul II. initiiert. Seither haben 160 Fachleute in Zusammenarbeit mit Bistümern und Ordensgemeinschaften Lebensbilder von rund 900 katholischen Märtyrerinnen und Märtyrern zusammengestellt. Die Darstellung erfolgt in vier Kategorien: die Blutzeugen unter Hitlers Terror; die Blutzeugen in der Zeit des Kommunismus; das „martyrium puritatis“ von Mädchen, Frauen, Ordensschwestern und ihren Beschützern; die Blutzeugen aus den Missionsgebieten.

(Quelle: Zenit)

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